Geizig? - Essener Karnevalisten widersprechen Kamelle-Kritik

Der Rosenmontagszug durchs Rüttenscheid.
Der Rosenmontagszug durchs Rüttenscheid.
Foto: WAZ
Was wir bereits wissen
Beschwerden zur Wurfware beim Rosenmontagszug werden laut. Festkomitee Essener Karneval äußert sich zu Vorwürfen.

Essen.. Rosenmontag geschafft, Aschermittwoch vor Augen: Gestern hatten die Essener Karnevalisten etwas Zeit, durchzuatmen. Und Gelegenheit, den ereignisreichen Rosenmontag mit zwei großen Zügen in der Innenstadt und in Kupferdreh Revue passieren zu lassen. „Toller blauer Himmel, lachende Leute. Alles gut gelaufen. Wir sind sehr zufrieden“, sagte Patricia Adamski, Geschäftsführerin des Festkomitee Essener Karneval, der WAZ. Sie war auf dem Wagen des Stadtprinzenpaars, hatte von oben die Lage im Blick.

Einige Beschwerden der Besucher erreichten die WAZ über Facebook. „Ich habe noch nie so viele enttäuschte Kinder auf einem Haufen gesehen. Nach 46 Wagen nur eine Hand voll Bonbons“, schimpfte Yvonne Klapproth. „Wir waren 2014 in Aachen. Schubkarrenweise haben wir das Zeug nach Hause gekarrt. Was in Essen geworfen wird, ist geizig“, ärgerte sich Marc Honermann.

Patricia Adamski kann nur staunen: „Es kann passieren, dass man an einer schlechten Stelle steht. Und es werden weniger Bonbons und mehr hochwertige Sachen geworfen. Aber allein auf dem Wagen des Kinderprinzenpaars waren 300 Kilogramm Wurfware. Da kann man nicht von wenig sprechen.“ Unterstützung erhält sie von unserer Leserin Vanessa Speckenbach: „Eine Tüte Bonbons kann man für 50 Cent kaufen. Geht es nicht um den Spaß? Es war tolles Wetter und super Stimmung.“