Gehring: Verbot auf Zollverein unverständlich

Der Grünen-Bundestagsabgeordnete Kai Gehring ist empört über das Verbot einer Aktion zum „Internationalen Tag gegen Homophobie und Transphobie“ und für gesellschaftliche Vielfalt auf dem Gelände der Zeche Zollverein. „Die Entscheidung der Stiftung Zollverein, engagierten Jugendlichen eine Aktion für Vielfalt und Gleichstellung zu untersagen, ist für mich nicht nachvollziehbar“, so Gehring. Die technisch-bürokratische Begründung für die Ablehnung könne nicht überzeugen. „Gerade Zollverein ist als Weltkulturerbe-Stätte ein einzigartiges Symbol menschlicher Kultur. Gerade hier sollte Raum sein für das zivilgesellschaftliche Eintreten für gleiche Menschenrechte, Gleichwertigkeit aller Menschen und die Wertschätzung von Vielfalt.“

Durch das demokratische Engagement von jungen Menschen gegen Homo- und Transphobie droht nach Ansicht Gehrings keine politische oder weltanschauliche Vereinnahmung von Zollverein. „Vielmehr schadet das Signal, dass die Stiftung hier an die Jugendlichen aussendet, ihrem eigenen Ansehen.“ Gehring ist Schirmherr der an der Aktion beteiligten schwul-lesbischen Jugendzentren im Ruhrgebiet.