Gasalarm in Essen-Borbeck: Stadtwerke suchen Leck in Leitung

Am Montagmittag rückte die Feuerwehr nach Essen-Borbeck aus, wo Anwohner Gasgeruch meldeten.
Am Montagmittag rückte die Feuerwehr nach Essen-Borbeck aus, wo Anwohner Gasgeruch meldeten.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Gasalarm an der Johannes-Brokamp-Straße in Essen-Borbeck. Stadtwerke suchen das Leck an der Leitung in der Straße, die nur Anlieger befahren dürfen.

Essen.. Gasalarm an der Johannes-Brokamp-Straße in Essen-Borbeck: Gegen 13 Uhr wurde die Feuerwehr alarmiert, da Anwohner mehrerer Häuser Gasgeruch meldeten. Tatsächlich drang Gas aus einer Versorgungsleitung in der Straße durch Strom- oder Wasserleitungen bis in die Häuser. Die Straße ist derzeit nur für Anlieger befahrbar.

Feuerwehr, Stadtwerke und Polizei rückten aus. „Das Kuriose“, so der Wachabteilungsleiter der Feuerwehr, „dass die Häuser gar nicht mit Gas versorgt werden.“ Wie sich herausstellte, kam das Gas aus einer Versorgungsleitung. Da diese aus dem Jahr 1965 stammt sei das kein ungewöhnlicher Einsatz, sagte eine Sprecherin der Stadtwerke.

Die Schwierigkeit besteht nun darin, die undichte Stelle zu finden. Gesucht wird die mit Hilfe eines Spürgerätes, so dass nicht die ganze Straße aufgerissen werden muss. Dort, wo das Gerät dann ausschlägt, werden die Stadtwerke-Mitarbeiter die Straße öffnen, um die Leitung zu reparieren.

Laut Feuerwehr keine Evakuierung

Als der Alarm bei der Feuerwehr am Mittag einging, wurde die Straße sogleich gesperrt, die Menschen sollten zunächst in ihren Wohnungen bleiben. Es gab laut Feuerwehr keine Evakuierung und – wie sich im Laufe des Einsatzes herausstellte – auch keine Gefahr.

Das Gas aber hatte sich wohl aus der Versorgungsleitung seinen Weg in die Häuser gesucht und war durch Strom- und Wasserleitungen hinein gelangt. Daher mussten die Anwohner Fenster offen halten und so lange lüften, bis die Messungen der Feuerwehr ein negatives Ergebnis anzeigten. So lange immerhin hieß es für die Anwohner: Bloß nicht die Klingel benutzen, das Handy ebenfalls nicht und schon gar keine Zigarette anzünden.

Die Feuerwehr konnte dann gegen 14.30 Uhr abrücken, während die Straße weiterhin gesperrt bleibt, so lange die Stadtwerke nun das Leck suchen. Anlieger jedoch können sie befahren, allerdings ausschließlich aus Richtung der Stolbergstraße. (sag)