Garzweiler an der U17?

Braunkohle gibt es an der Strecke der U17 nicht zu holen, behaupte ich jetzt mal. Zumindest nicht in diesem gigantischen Ausmaß wie am Tagebau Garzweiler. Dort ackern sich Riesenmaschinen durch den selbst erbuddelten Megakrater. Übergroße Lkw fahren über die breiten Serpentinenwegen am Kraterrand. Staub wirbelt auf. Offener Tagebau in hunderten Metern Tiefe, ewig breit. Wenn man sich dieses Bild jetzt einmal ganz klein denkt, also nicht in Sandkastenformat, aber erheblich kleiner – dann sieht die aktuelle Baugrube der Cranachhöfe an der Linie der U17 dem doch sehr ähnlich. Dort wo einst das Holsterhauser Berufskolleg stand. Vom Bagger sieht man nur einen oberen Fitzel, Lkw und Baucontainer wirken wie Spielzeug. In der Tiefe wird gerödelt. Damit die Baugeräte aus der künftigen Kelleretage überhaupt noch rauskommen gibt es auch dort eine umrundenden Bauweg. Und auch wenn der Baggerführer nicht auf Braunkohle stößt, weil er gar nicht so in die Tiefe geht, schön staubig wie bei Garzweiler ist es allemal.