Gala spielt 3000 Euro für notleidende Kinder ein

Seit 1999 organisiert Brigitte Höpfner jährlich unter der Schirmherrschaft des Essener Oberbürgermeisters eine Benefiz-Gala, um verlassenen Kindern in Rumänien zu helfen. Auch den 17. Abend im vollbesetzten Aalto-Foyer darf die engagierte Hildenerin vom „Arbeitskreis Straßenkinder in Rumänien“ als Erfolg verbuchen. Mehr als 3000 Euro Reinerlös werden diesmal Kinderheimen in Ghimbav zufließen.

Und wieder war man im Dienst der guten Sache um pfiffige Ideen nicht verlegen: vor Konzertbeginn eine Versteigerung, bei der T-Shirts oder Luxuskoffer neue Besitzer fanden, in der Pause Abstimmung (mit Mindesteinsatz) über das Wunschprogramm zwischen Rossini-Arie und Zarah-Leander-Lied im zweiten Teil.

Torben Beerboom, Luftverkehrsprofi, Komponist und Pianist, führte smart durch den Abend, bei dem Kammersänger Marcel Rosca als Stammgast nicht wegzudenken war. Der Rumäne, der Essener Oper schon aus Grillozeiten verbunden, ist stimmlich noch immer gut drauf, ob als Sarastro mit samtig-üppiger Basstiefe oder sicheren Höhen in „Ol‘ Man River“. Sopranistin Richetta Manager und Bariton Rafael Bruck zeigten sich nicht nur solistisch vielseitig (am Flügel begleitet von Hans Bruhn und Bernhard Stengel), sondern beglückten auch als Duo in Gershwins „Porgy and Bess“.

Die eigentliche Sensation indes boten quasi Kinder für Kinder. Denn die Musikgenies Laetitia (13, vier Klassen übersprungen) und Philip (7, bislang zwei Klassen) Hahn sind mozartverdächtig. Sie spielte bereits mit Lang Lang, und wie brillant der kleine Bruder jetzt Chopins Etüde op.25,2 hinlegte, verdient höchsten Respekt.