Gärtnern und Grillen - Tipps für die Frühlingstage in Essen

Endlich Hemdenwetter: Daniel Koch und Töchterchen Mila (2) machten es sich gestern schon mal an der Dahlienarena im Grugapark gemütlich.
Endlich Hemdenwetter: Daniel Koch und Töchterchen Mila (2) machten es sich gestern schon mal an der Dahlienarena im Grugapark gemütlich.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
In den Parks gibt’s die ersten Blumen, in Gärten und auf Balkonen wird gepflanzt, und der Grillduft ist auch nicht mehr fern. Tipps zum wahren Frühlingsbeginn.

Essen.. Runter vom Sofa und rein in die Gärten und Parks! Der Frühling ist da und damit auch die Zeit fürs Rausgehen. Der Blumenschmuck auf städtischen Grünflächen ist zwar schon finanzbedingt nicht gerade üppig, in der Gruga immerhin bilden Tausende von Tulpen, Narzissen und Stiefmütterchen aber schon blühende Inseln. „Kamelien in den unterschiedlichsten Rottönen, zartrosa blühende Kirschen und pinkfarbige Magnolien setzen frühlingshafte Akzente“, sagt Sprecher Eckhard Spengler.

Im Garten und auf dem Balkon

Nun denn. Wer einen Garten hat, hat’s gut und kann selbst Akzente setzen. Mit den ersten warmen Sonnenstrahlen wird es auch in den Beeten Zeit für einen Frühjahrsputz. Der beginnt mit dem „Aufräumen“, also mit dem Umgraben und Auflockern des Bodens sowie dem Entfernen von Unkraut und vertrocknetem Gestrüpp, wie Petra Fiedler vom Gemeinschaftsgarten im Siepental weiß. Ohne gründliche Vorarbeit, so die Hobbygärtnerin, brauche man erst gar nicht mit dem Pflanzen beginnen. Top-Stars unter den Frühlingsblumen nennen sich unter anderem Stiefmütterchen, Ranunkeln oder Vergissmeinnicht. Auch mit dem Pflanzen von Kräutern könne man jetzt beginnen, sagt François Goldbeck von der Gärtnerei Knüfelmann. Empfindlichere Pflanzen wie Dahlien oder Begonien sollten erst nach den Eisheiligen gepflanzt werden.

Auch wenn es mühsam ist: Um Gemüse oder Obst vor Mitessern wie Schnecken oder Hasen zu schützen, müssen Zäune um die Beete, rät Petra Fiedler.

Wer keinen eigenen Garten, aber Lust auf den Umgang mit Spaten und Harke hat, der kann sich den Gemeinschaftsgärtnern der Initiative Transition Town anschließen. Im Essener Stadtgebiet listet die Initiative aktuell drei Gärten auf, zwei weitere folgen in Kürze.

Grillen in öffentlichen Parks

Das Zubereiten von Fleisch, Fisch oder Gemüse unter freiem Himmel ist in Essen nach wie vor auch in städtischen Parkanlagen (außer im Hallopark) erlaubt. „Dafür sollte in jedem Fall ein portabler Grill sowie handelsübliche Holzkohle genutzt werden“, so Stadtsprecher Stefan Schulze und: „Die Wiese darf nicht als Feuerstelle genutzt werden.“ Erlaubt ist das Grillen jederzeit, wobei die Nachtruhe natürlich gewahrt werden muss.

Wichtig: Nach dem Grillen muss der Grillplatz ordentlich hinterlassen werden. Andernfalls droht ein „Müllknöllchen“. Für kleineren, hinterlassenen Müll wie Zigarettenkippen oder Pappbecher werden 15 Euro fällig, für größeren Müll wie Verpackungen oder Flaschen 30 Euro.

Frühling - auch Heuschnupfen-Zeit

So sehr sich viele Menschen auf den Frühling freuen – für Allergiker beginnt jetzt die unangenehme Zeit. Es blühen Weide, Esche und Pappel. Birke, Erle und Haselnuss haben bereits seit Februar Saison. Um den Aufenthalt im Freien auch als Allergiker zu ertragen, rät HNO-Arzt Jörg Lutz, mit Tabletten oder Nasenspray vorzubeugen. Außerdem sollte vor dem Zubettgehen geduscht werden, um die Pollen aus den Haaren zu spülen. Und: Kleidung über Nacht nicht ins Schlafzimmer legen!