Funke Mediengruppe setzt Schlussstein im neuen Essener Univiertel

Blick auf das Univiertel vom Berliner Platz aus: Im Vordergrund ist das Baugrundstück zu sehen, wo das „Media Office“ der Funke Mediengruppe entsteht. Links im hinteren Bereich wächst das Wohnquartier von Vivawest,  rechts daneben baut das Versorgungswerk der Architektenkammer NRW.
Blick auf das Univiertel vom Berliner Platz aus: Im Vordergrund ist das Baugrundstück zu sehen, wo das „Media Office“ der Funke Mediengruppe entsteht. Links im hinteren Bereich wächst das Wohnquartier von Vivawest, rechts daneben baut das Versorgungswerk der Architektenkammer NRW.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Wenn die Funke Mediengruppe Ende 2017 ihr „Media Office“ beziehen wird, ist die einstige Brachfläche zwischen Campus und City vollständig bebaut.

Essen.. Das Universitätsviertel biegt auf die Zielgerade: Vier Jahre nach dem ersten Spatenstich ist ein Großteil des Geländes zwischen Universität und Innenstadt bebaut. Noch werkeln auf Essens größter Baustelle das Wohnungsunternehmen Vivawest am Wohnkomplex „Limbecker Höfe“. Auch das gegenüberliegende Carré „Victoria Mathias“ – Bauherr ist das Versorgungswerk der Architektenkammer NRW – hat längst Gestalt angenommen. In beiden Quartieren sollen Anfang 2016 die ersten Mieter einziehen. Den Schlussstein entlang der Segerothstraße setzt dann die Funke Mediengruppe, die ihr neues „Media Office“ Ende 2017 beziehen wird.

In zweieinhalb Jahren also wird der städtebauliche Brückenschlag zwischen Campus und City vollendet sein. Wo sich einst entlang der Gleisanlagen der Rheinischen Bahn und um den Großmarkt Tristesse breit machte, ist ein urbanes Wohn- und Geschäftsviertel mit großzügigen Parkanlagen gewachsen. Ein Ergebnis, das vor 20 Jahren noch viele Skeptiker hatte, die sich fragten: Kann gehobenes Wohnen nördlich der City tatsächlich gelingen? Sind Investoren bereit, dort ihr Geld zu verbuddeln?

Ein Selbstläufer war das Univiertel anfangs keinesfalls: Den ersten Stein musste 2011 der städtische Allbau setzen, der seinem Quartier den Namen „Pier 78“ gab und die ersten 78 Mietwohnungen hochzog. Ein Signal, dem dann andere Investoren folgten – sicher auch beflügelt vom bundesweit anziehenden Immobilienmarkt.

Hoffnung auf positive Impulse

Insgesamt rund 300 Miet- und 160 Eigentumswohnungen zählt das Viertel heute, für die im Essener Vergleich stolze Preise aufgerufen wurden bzw. werden. Die Eigentumswohnungen kosteten zwischen 2400 und knapp 3000 Euro pro Quadratmeter, die Mieten bewegen sich zwischen 8,50 und 11,50 Euro kalt. Dennoch war der Großteil schnell vermietet bzw. verkauft. Das Univiertel sollte jedoch nicht nur reines Wohnviertel werden. Und so haben sich neben der Funke Mediengruppe u.a. auch die AOK und die Uni mit einem neuen Hörsaalzentrum für den Standort entschieden.

Wirtschaftsförderer Dietmar Düdden lobt die Qualität dessen, was hier entstanden ist bzw. noch entstehen soll. „Ohne den Weitblick der Stadtplanung“ wäre dies so nicht möglich gewesen, sagt er. 230 Millionen Euro haben Stadt und private Investoren ins Univiertel investiert. Es bleibt nun die Hoffnung, dass die Entwicklung positive Impulse auch für die angrenzende Nord-City bringt.