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Prozess

Fünf Jahre Haft für Attentat auf Profiboxer Manuel Charr

21.03.2016 | 14:10 Uhr
Foto: Volker Hartmann/Funke Foto Services

Essen.  Gericht in Essen verurteilt 25-jährigen Attentäter nach Schuss auf Profiboxer Manuel Charr zu fünf Jahren Haft. Verteidiger forderte Bewährungsstrafe.

Knapp sieben Monate nach einem Attentat auf Profiboxer Manuel Charr ist ein 25-jähriger Mann aus Essen zu fünf Jahren Haft verurteilt worden. Der Angeklagte hatte gestanden, in einem Döner-Imbiss in Essen auf Charr geschossen zu haben. Der Boxer war durch einen Bauchschuss schwer verletzt worden. Das Urteil vom Montag lautet auf gefährliche Körperverletzung.

Die beiden Männer kennen sich aus der Boxerszene. Hintergrund der Tat war ein Streit um ein Facebook-Video, das die Niederlage Charrs gegen den Letten Mairis Briedis zeigt. Richter Andreas Labentz bezeichnete die über das Internet geäußerten wechselseitigen Beleidigungen als einen "an Peinlichkeit nicht zu überbietenden Hahnenkampf".

Ärzte retteten Manuel Charr in sechsstündiger Not-OP

Im Prozess um das Attentat auf den Essener Profiboxer Manuel Charr hatte die Staatsanwaltschaft am Montagvormittag sechs Jahre Haft wegen gefährlicher Körperverletzung beantragt. Der Verteidiger von Youssef H. (25) plädierte auf eine zweijährige Bewährungsstrafe. Der Angeklagte hatte gestanden, im September 2015 auf Charr geschossen zu haben. Eine Tötungsabsicht hat er dabei allerdings bestritten. Er habe Charr nur ins Bein schießen wollen.

Manuel Charr war aber durch einen Schuss in den Unterbauch schwer verletzt worden. Die Ärzte hatten den 31-Jährigen in einer sechsstündigen Notoperation gerettet. Hintergrund der Tat war ein Streit um ein Facebook-Video , auf dem die Niederlage Charrs gegen den Letten Mairis Briedis zu sehen war.

Prozess
Manuel Charr vergibt Angreifer:

Im Prozess um den Mordanschlag auf Manuel Charr hat der Angeklagte ein Geständnis abgelegt. Ein Streit soll die Tat ausgelöst haben.

Der Angeklagte hatte Charr am Rande des Prozesses 15.000 Euro Schmerzensgeld angeboten. Das schlug der Boxer allerdings aus. "Ich habe ihm verziehen", sagte Charr am Montag erneut bei einer Zeugenvernehmung. "Es würde mir überhaupt keine Freude machen, das Geld auszugeben."

Die Anklage sieht in dem Angebot keinen ernst gemeinten Täter-Opfer-Ausgleich. Man habe eher das Gefühl, Charr wolle den Prozess in eine "PR-Veranstaltung" umwandeln, sagte Oberstaatsanwältin Birgit Jürgens. (dpa)

Boxer Charr niedergeschossen

Kommentare
22.03.2016
10:54
Unverständliche Urteile
von GUNDIMAUS | #21

Tut mir leid, ich verstehe die deutsche Justiz nicht mehr. Es heißt doch, daß Justitia, die Göttin des Rechts, blind ist. Bei der deutschen Justiz...
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3 Antworten
Fünf Jahre Haft für Attentat auf Profiboxer Manuel Charr
von hassenichgesehen | #21-1

Wenn sie sich etwas Mühe geben finden sie bestimmt genug Beispiele wo nicht Deutsche, sondern Nichtdeutsche die höhere Strafe für ein vergleichbares? Delikt bekommen haben.

Fünf Jahre Haft für Attentat auf Profiboxer Manuel Charr
von GUNDIMAUS | #21-2

An hassenichgesegen: seien Sie doch so nett und nennen mir diese Urteile. Ich bin lernbegierig.

Fünf Jahre Haft für Attentat auf Profiboxer Manuel Charr
von hassenichgesehen | #21-3

Reichts nicht für eine Internetrecherche? Gern aber was anderes: Der fliegende Feuerlöscher hat die Fahrerin de entgegenkommenden Zuges.

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Fünf Jahre Haft für Attentat auf Profiboxer Manuel Charr
Fünf Jahre Haft für Attentat auf Profiboxer Manuel Charr
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http://www.derwesten.de/staedte/essen/fuenf-jahre-haft-fuer-attentat-auf-profiboxer-manuel-charr-id11670308.html
2016-03-21 14:10
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