Friseur wegen Geldwäsche zu vier Jahren Haft verurteilt
28.06.2012 | 17:36 Uhr 2012-06-28T17:36:00+0200
Essen. Überraschend hat der wegen Geldwäsche angeklagte Essener Friseur Saleh M. am Donnerstag ein Geständnis abgelegt. Mit den Rauschgiftgeschäften will er nichts zu tun gehabt haben, er sei lediglich für den Transport des Geldes zuständig gewesen. Das Landgericht verurteilte ihn zu vier Jahren Haft.
Überraschend schnell gab es ein erstes Urteil im Geldwäsche Prozess : Der Essener Autohändler, und Friseur Saleh M. (28), entschloss sich doch noch zu einem kurzen Geständnis und wurde wegen Geldwäsche in zwölf Fällen von der VI. Strafkammer des Landgerichtes zu vier Jahren Gefängnis verurteilt. Innerhalb von zwei Monaten hatte er rund drei Millionen Euro aus internationalen Drogengeschäften unter Autohändlern in Essen und Umgebung verteilt. Die wuschen das Geld über den Ankauf von Gebrauchtwagen. Die Verhandlung gegen den Mitangeklagten Ali A. (31) aus Bottrop wird weitergeführt.
Das Elend war ihm ins Gesicht geschrieben. Nachdem Ermittler des Bundeskriminalamtes aus Wiesbaden als Zeugen ihre Erkenntnisse übermittelt hatten, dämmerte es offenbar selbst dem 28-Jährigen, dass er nicht ungeschoren davon kommen könnte. Nachdem er zuvor zu keiner Aussage bereit gewesen war, nickte er nun ein Geständnis im Sinne der Anklage ab.
Engmaschige Überwachung
Nicht zuletzt der Mitangeklagte hatte ihm wohl zusätzlich auf die Sprünge geholfen. Als die Kammer sich Bänder der Telefonüberwachung anhörte, war darunter auch ein Gespräch zwischen zwei Männern, bei dem es darum ging, wie Gelder verteilt werden sollten. Ali A. gab frank und frei zu, dass es seine Stimme sei, die aus dem Lautsprecher ertönte. Und die andere Stimme, das sei die des Mitangeklagten.
Mit den Rauschgiftgeschäften will Saleh M. nichts zu tun gehabt haben. Er sei nur für die Verteilung des Geldes zuständig gewesen, sagte er. Nachdem er im September 2010 in Kopenhagen von einem verdeckten Ermittler der dänischen Polizei 250.000 Euro vermeintlicher Drogengelder zwecks Wäsche übernommen hatte, wurde er engmaschig überwacht.
Die Polizei wollte über ihn mehr über den Weg des Geldflusses erfahren. Ein Peilsender war sogar unter seinem BMW angebracht. Den hatte er sogar entdeckt. Ein Onkel entfernte ihn. Selbst danach soll Saleh M. noch guter Dinge gewesen sein. War er doch der Überzeugung, viel könne ihm nicht passieren, transportiere er doch „ nur“ das Geld.

08:41
Gut gemacht von der Polizei !
Jetzt nur noch abschieben diese Verbrecherbande ! Es ist überfällig !
03:47
Ehemalige Tagelöhner aus den Armenviertel Beiruts hantieren im Ruhrgebiet mit Geldern in Höhe von mehreren Millionen Euro... da kann man nur sagen: Deutschland, das Land der unbegrenzten Möglichkeiten!
"Der Essener Autohändler, und Friseur Saleh M."... einfach nur köstlich!
23:25
Vier Jahre Haft kosten dem ehrlichen Steuerzahler ca. 150 000 Euro,
eine Abschiebung mit einem One way ticket in die libanesische Heimat wäre günstiger ....
21:05
Führen nicht Gefängnisstrafen ab 3 Jahre zur Ausweisung nach Verbüssung?!
Wenn der Libanon in aufnehmen würde, ja. Aber die Libanesen werden ihm wie es üblich ist keine Ersatzausweisdokumente aus stellen, und er bleibt hier.
Verstehen kann ich die Libanesen.
18:04
Gute und solide Polizeiarbeit. Gratulation an die ermittelnden Beamte, die einen super Job gemacht haben.
Zu den Angeklagten ist zu sagen: Unwissenheit schützt vor Strafe nicht, denn auch "nur" Geld zu transportieren, kann strafbar sein. Bleibt zu hoffen, dass der Verurteilte seine Haftzeit auch als Chance begreift und auch von Behörden nicht nur weggesperrt, sondern auch angemessen betreut wird.
Sie wollen wolh, dass der gute Mann eine persönlichen Sozialarbeiter bekommt, nach zwei Jahren (Halbstrafe) freikommt, zigtausend Euro Wiedereingliederungshilfe erhält und dann weitere 20 Jahre Hartz 4 bezieht? Meine Antwort: 400 € für nen Flieger nach Libanon und auf Niewiedersehen!
Ich sehe die Problematik ebenso wie Finnjet . Da wird hier einer grob straffällig und hat für das Land als Zugereister volkswirtschaftlich nichts oder kaum was geleistet - nun kann die BRD auch noch die nächsten Jahre bezahlen und diese können - nein werden - sehr lang sein .
# 1 : Finden sie das nicht Komisch , was auch für Ihre Zeilen gilt ?
Zu den Angeklagten ist zu sagen: Unwissenheit schützt vor Strafe nicht, denn auch "nur" Geld zu transportieren, kann strafbar sein:
In memoriam the flying carpet