Frank Richter soll Essens neuer Polizeipräsident werden

Der Hagener Polizeipräsident Frank Richter war selbst Polizist, nun soll er als Präsident nach Essen wechseln.
Der Hagener Polizeipräsident Frank Richter war selbst Polizist, nun soll er als Präsident nach Essen wechseln.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Wachwechsel im Essener Polizeipräsidium: Der 55-Jährige leitet derzeit die Hagener Behörde, nun soll er auf Stephania Fischer-Weinsziehr folgen.

Essen.. Hagens Polizeipräsident Frank Richter soll Nachfolger der Essener Präsidentin Stephania Fischer-Weinsziehr werden. Das Innenministerium bestätigt die Personalie offiziell noch nicht, Oberbürgermeister Reinhard Paß indes hat Frank Richter in seiner neuen Position gestern bereits per Pressemitteilung begrüßt.

Der 55-Jährige gebürtige Essener sei einer, „der unsere Stadt kennt“. Er lebe zwar in Mülheim, „ist als aber bestens mit der Situation hier vertraut. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit zwischen der Polizei mit ihm an der Spitze und der Stadt Essen“, so Paß.

An die Spitze der Essener Behörde

Seinen Dienst bei der Polizei trat Richter 1976 an, arbeitete dann in Mülheim. Der 55-Jährige kennt nicht nur die tägliche Arbeit der Polizisten aus eigener Berufserfahrung, er blickt auch auf eine lange Zeit als Gewerkschafter zurück. 1984 wurde er erstmals als Personalrat des Präsidiums Mülheim freigestellt, 2005 dann Vorsitzender der Gewerkschaft der Polizei in NRW. 2012 folgte die Berufung als Polizeipräsident in Hagen - erst als vierter in Deutschland, der als gelernter Polizist diese Position erhielt. Die meisten sind – wie Vorgängerin Fischer-Weinsziehr – Juristen. Nun soll Richter an die Spitze der Essener Behörde rücken. Er wird damit Chef von rund 2200 Polizisten in Essen und Mülheim – das sind etwa viermal so viele Kräfte wie in Hagen. Richter selbst äußerte sich gestern nicht, er sei im Urlaub, hieß es aus dem Hagener Präsidium.

Dienstweg nach Düsseldorf

Als er 2012 nach Hagen kam, formulierte er dort ein Anliegen zu einem Thema, das die Bürger bewegt wie kaum ein zweites: Einbruch. Damals nahm er sich vor, Häuser und Wohnungen vor Einbrechern sicher zu machen. „Ein Einbruch ist für Opfer weit mehr als eine Versicherungsangelegenheit. Es ist ein tiefer Einschnitt“, sagte er.

Bevor aber Essen einen neuen Polizeipräsidenten bekommt, steht der Dienstweg in Düsseldorf an: Dort wird das Innenministerium dem Kabinett einen Vorschlag machen, wer in Essen berufen werden soll, sagt Sprecher Jörg Rademacher, ohne sich zur konkreten Personalie zu äußern. Fest steht, dass diese Entscheidung zeitnah fallen muss, Stephania Fischer-Weinsziehr verabschiedet sich schon Ende März.