Folkwang-Chef lernt Schritt für Schritt

Nichts Negatives gegen die Veranstalter, aber man darf auch nicht beharren. Auch das gehört eben zur Dynamik eines Museums, dass man eine Literatur-Reihe nicht beginnt, um sie dann auf immer fortzuführen. Für die Veranstalter scheint sich ja eine gute Lösung gefunden zu haben.

Und die Mittel der Alfred und Cläre Pott-Stiftung stehen in Zukunft wieder für Neuerwerbungen zur Verfügung ?

Es geht in diese Richtung. Denn die Neuanschaffungen machen mir Sorgen. Bei Grafik, Fotografie, Plakat und ganz junger Malerei, da können wir noch etwas ausrichten. Aber man möchte und muss doch auch gewisse Bestände ergänzen. Da stoßen wir rasch an unsere Grenzen, wenn es über fünfstellige Beträge geht.

Sind Sie nach zwei Jahren in Essen angekommen?

Der Charme ist schon etwas rau, gerade im Winter. Es kompensiert sich durch die gewisse Größe und Vielfalt der Stadt und ich bin fasziniert von der Vielseitigkeit des gesamten Ruhgebiets. Ich lerne Schritt für Schritt. Und wir haben inzwischen einen tollen Teamgeist, sonst ließe sich das gar nicht stemmen. Allein die 3000 Quadratmeter Wechselausstellung immer wieder neu zu bespielen, das kostet enormen Aufwand. Denken Sie nur an die Handwerker, die die große Halle permanent umgestalten müssen, die haben auch mal an den Wochenenden gearbeitet und Urlaube verschoben. Damit beginnt es.

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