Förderer der kulturellen Vielfalt

„Kultur lebt von Vielfalt“ hatte Wulf Mämpel, Vorsitzender des Freundeskreises Theater und Philharmonie, gleich zu Beginn der Geburtstags-Gala gesagt. Und weil die Vielfalt in Essen groß ist, wurde es denn auch ein langer und wahrlich vielfältiger Abend zu Ehren der Kunst und zu Ehren dieses besonderen Bürgervereins, der im Kulturleben der Stadt in den vergangenen 30 Jahren eine wichtige Rolle eingenommen hat: als Ermöglicher und Ermunterer, als Förderer und Überzeuger. Mit 15 Millionen Euro haben die rund 1000 Mitglieder seit 1985 die unterschiedlichen Sparten der Theater und Phiharmonie unterstützt, haben großartige Sängerfeste ermöglicht und den Nachwuchs gefördert, nicht nur mit dem Aalto-Bühnenpreis.

Die Künstler sagten auf ihre Art und Weise Danke. Mit einem beschwingten Kreisler-Streichquartett der Essener Philharmoniker, mit einem Duo der Orchesterstipendiaten, dem schönen Zusammenspiel der Sparten durch Aalto-Sängerin Marie-Helen Joël und Grillo-Schauspieler Jan Pröhl als Lotte Lenya und Kurt Weill. Und mit dem wieder stürmisch bejubelten Aalto Ballett und Auszügen aus „La vie en rose“.

„Danke“ sagte auch Kulturdezernent Andreas Bomheuer und erinnerte daran, dass Essen nicht nur im Theater auf eine jahrhundertalte Tradition des bürgerschaftliches Engagements stolz sein kann. Der TUP-Freundeskreis sei dabei eine „wahre Erfolgsgeschichte“ und der Vorsitzende Wulf Mämpel sein „Erfolgsmotor“, der das ehrenamtliche Engagement seit 30 Jahren antreibe. „Kultur und Wirtschaft gehen Hand in Hand“, lobt Mämpel, der für die Zukunft auch einen jungen Freundeskreis plant, denn „eine Stadtgesellschaft funktioniert nicht ohne Kultur“, mahnte Festredner Kurt Mehnert, Rektor der Folkwang-Universität, der den Freundeskreis in bester Osthaus-Tradition sieht. Wollte doch schon der große Folkwang-Sammler „Kunst und Kultur für alle“ ins Ruhrgebiet bringen. Und manchmal klingt es dort sogar nach Bayreuth oder Salzburg. Dafür sorgte an diesem Gala-Abend das großartige Sänger-Paar Elena Batoukova-Kerl und Startenor Torsten Kerl.