Flickschusterei

PCB-Belastung. Zweifel am Erfolg der von der Bezirksregierung bekannt gegebenen Anordnungen gegen die Schredderfirma Richter in Kray sind angesagt. Wieder einmal beschäftigt man sich nur mit den sogenannten diffusen Quellen, als würden die PCBs nur beim Transport rausrieseln. An den Hauptquellen, den Kaminen der Schredderanlagen und Nebenanlagen, werden nur alle drei Jahre Messungen durch von der Firma beauftragte Gutachter durchgeführt. Obwohl auf die Fragwürdigkeit dieser Ergebnisse von der Bürgerinitiative seit vielen Jahren hingewiesen wurde, nehmen die Aufsichtsbehörden die Ergebnisse dieser Messungen als Basis für ihre Hochrechnungen und wundern sich, dass die in der Umgebung ankommenden Gifte, die zuletzt auf den Fichtennadeln gefunden wurden, damit nicht in Einklang zu bringen sind. Allein aus dem Kamin am großen Schredder an der Rotthauser Straße strömen 800 000 m³ Luft pro Tag. Durch Aufwirbeln von staubgebundenen PCBs auf dem Boden lässt sich nicht erklären, dass in Entfernungen von 500 m und mehr noch hohe Konzentrationen gefunden werden.