Finanzielle Sorgen bei Schwangeren nehmen zu
05.08.2010 | 09:58 Uhr 2010-08-05T09:58:00+0200
Essen.Schwangere suchen immer häufiger die Beratungsstellen von Caritas und Skf auf. Häufigste Sorge ist das Geld: Das betreffe nicht nur Frauen, die Hartz IV beziehen, sondern auch „Schwellen-Haushalte“, die trotz Arbeit arm sind.
Mit Sorge beobachten Caritas und Sozialdienst katholischer Frauen (SkF), dass immer mehr werdende Mütter ein zu geringes Einkommen für die Gründung oder Erweiterung ihrer Familie haben. „Die Frauen wollen das Baby, fragen sich aber, ob sie es sich leisten können“, sagt SkF-Geschäftsführer Björn Enno Hermans. Das betreffe nicht nur Frauen, die alleinerziehend sind und /oder Hartz IV beziehen, sondern zunehmend auch „Schwellen-Haushalte“, die trotz Arbeit arm sind.
Arm trotz Arbeit
Zwar sei das Armutsrisiko für Alleinerziehende, Kinderreiche, Migranten, Menschen ohne Berufsausbildung und Arbeitslose weiterhin besonders hoch, „doch auch wenn die Eltern Arbeit haben, ist oft nicht ausreichend Geld vorhanden“, bestätigt die Caritas im Ruhrbistum. Inzwischen kämen 70 Prozent der Frauen in die Schwangerschaftsberatung, um sich in finanziellen Fragen beraten zu lassen - und nicht weil das Kind ungewollt sei. Dabei gelte meist: „Ohne staatliche Unterstützung geht nichts.“ Und oft reiche auch die staatliche Unterstützung nicht. So habe man den 8200 Ratsuchenden im Jahr 2009 aus dem Diözesaner Hilfsfonds, der Aktion für das Leben und der Bundesstiftung rund 3 Millionen Euro Hilfen gewährt (2008 waren es 2,8 Mio € für 7900 Betroffene).
Diese Ersthilfe ändere leider wenig daran, dass die Kinder von Geburt an vom normalen Lebensstandard ausgeschlossen seien. Das äußert sich laut Caritas nicht nur materiell: „Sie werden früh aus den Lebensbereichen Sport, Bildung und Kultur ausgegrenzt.“
Björn Enno Hermans vom Skf fordert daher nicht nur eine Anhebung der Hartz-IV-Sätze, „die nicht auskömmlich sind“. Um die Abhängigkeit von Sozialleistungen nicht über Generationen fortzuschreiben, sei vor allem Beratungs- und Beziehungsarbeit mit den betroffenen Familien wichtig - und wirksamer als eine „komplette staatliche Kontrolle“. So halte er wenig davon, an Kinder von Hartz-IV-Empfängern Gutscheine für Musik- oder Sportangebote auszugeben. Dahinter stehe nur der Verdacht, die Eltern würden Geldleistungen „in Nikotin, Alkohol und Flachbildschirme umsetzen“. Dabei gehe der Großteil der Betroffenen verantwortlich mit dem Familieneinkommen um.
Kinderwunsch ist da
Dass vor allem Frauen, die ihr Kind grundsätzlich haben wollen, den Weg in die katholischen Anlaufstellen finden, liege natürlich auch daran, „dass wir die für eine Abtreibung nötigen Beratungsscheine nicht ausstellen“. Dass immer mehr dieser Frauen aus finanziellen Gründen über ihren Nachwuchs nachdächten, sei indes ein bedauerliches Phänomen, das die gesamte Gesellschaft angehe.
11:56
Wir sind Doppelverdiener und erwarten unser zweites Kind. Kurz nach Entstehung wurde mein Mann durch gesundheitliche Schicksalsschläge arbeitsunfähig.
Als wir beide noch arbeiten gingen war das Geld schon knapp. Aber wir haben es immer wieder geschafft.
Schon damals war es so, das ein uns bekanntes Pärchen (Hartz4-E) mit Kindern sorgenfreier lebten als ein Haushalt mit zwei Verdienern.
Es wird einem so schon leicht genug gemacht Hartz4-technisch nur die Hand aufzuhalten, jetzt will man auch noch alles mögliche in dieser Richtung unterstützen.
Momentan bekommen wir keine Unterstützung, aber schaffen uns einen Basisplan nicht unterzugehen OHNE Hartz4.
Warum spart sich der Staat nicht das Kindergeld und schafft dafür mehr kostenlose Krippen- und Kindergartenplätze?
Und warum werden nicht einfach alle Kinder unterstützt-
Chancengleichheit wird hier missverstanden, nach meiner Meinung!!!
Und: Hier schreiben wohl viele die sich nicht momentan in finanziellen Sorgen befinden oder aber keine Kinder haben. Wer sich nicht in einer gewissen Situation befindet, sollte sich wohl kaum so abfällig über die Probleme anderer äußern!
08:04
Es gibt heutzutage ausreichend Möglichkeiten um durch Verhütung eine Schwangerschaft zu verhindern. Die finanziellen Probleme der schwangeren sind also hausgemacht.
Wir haben auch mehr als genug Menschen auf der Welt, weit mehr als die Erde vertragen kann. Die jetzige Population wird früher oder später die Ressourcen unseres Planeten größtenteils zerstören oder aufbrauchen.
Das starke Anwachsen der Bevölkerung ist die Hauptursache für Armut und Umweltprobleme. Und mit verantwortlich hierfür ist die katholische Kirche. Papst Paul VI. verbot vor 40 Jahren im Rahmen seiner „Humanae vitae“ Verhütungsmittel. Diese war wohl das Resultat einer langjährigen Zölibatspsychose. Doch wie die vielen Menschen zu ernähren sind hat der Papst natürlich nicht gesagt. Dabei muß die Nahrungsmittelerzeugung bis zum Jahr 2030 um 75 Prozent gesteigert werden, um die wachsende Weltbevölkerung satt zu bekommen. Und ob dies gelingen kann bzw. wird ist äußerst fraglich. Bestes Beispiel hierfür ist das aktuelle staatliche Ausfuhrverbot von Getreide in Rußland. Diese führt zu großen Problemen bei der Nahrungsmittelversorgung in Ägypten. Fladenbrot ist in Ägypten das Hauptnahrungsmittel und die Bevölkerung wird schon lange mit Brot zu staatlich gestützen Preisen versorgt. Doch infolge des Ausfuhrverbotes von Getreide wird sich dieses Grundnahrungsmittel verteuern und die armen Menschen werden hungern.
12:46
http://www.clipfish.de/video/2495201/guckst-du-weita-herr-glec-und-das-kindergeld/
10:56
#6 von Hossa7464
Die Eltern könnten dann auch Arbeiten gehen
das ist das problem. wo sollen sie den arbeiten wenn keine arbeitsplätze vorhanden sind.
10:13
@ ichglaubannichts
Ich stimme Ihnen voll zu, wir haben selbst zwei Kinder (1 und 3). Ich finde es totalen Blödsinn für Kinder Geld in die Hand zu bekommen, bei dem am Ende niemand nachvollziehen kann ob es dem Kind zu gute kommt. Stoppt Kinder und Elterngeld und führt dafür eine Kindergartenpflich(kostenlos) mit Frühförderung ein. Dann und nur dann haben auch Kinder aus schwachen Verhältnissen die chance auf Bildung.
Die Eltern könnten dann auch Arbeiten gehen und selbst in die Sozialkassen einzahlen anstatt die Hände aufzuhalten...
15:24
http://www.clipfish.de/video/2495201/guckst-du-weita-herr-glec-und-das-kindergeld/
14:54
H4 als Aufstocker ist nichts anderes als subventionierte Arbeit. Das kann irgendwie nicht sein, die Zahl der Stellen steigt ja auch seit Jahren.
Wir haben ein massives Problem, wir sind bereits das Billiglohnland in Europa...
11:54
Björn Enno Hermans vom Skf fordert daher nicht nur eine Anhebung der Hartz-IV-Sätze, „die nicht auskömmlich sind
das ist doch blödsinn. was wir brauchen sind arbeitsplätze die ordentlich bezahlt werden.
11:25
Es kann doch nicht sein, daß Kinder in die Welt gesetzt werden nach dem Motto, es wird sich schon jemand finden, der für die Kosten zuständig ist.
Meine Eltern(2 Kinder) und Schwiegereltern(5 Kinder) haben nicht einen Pfennig Kindergeld bzw. sonstige Vergünstigungen erhalten, außer die Eintragungen auf der Steuerkarte.
Nach meiner Ansicht müßte das Kindergeld sofort gestrichen werden.
In einigen Bevölkerungsschichten ist es eh schon zum Bockgeld verkommen.
Hier einen Kommentar von einer mir bekannten Krankenschwester in einer großen Essener Klinik:
Die einzigen die hier noch Kinder kriegen, sind die mit Migrationshintergrund..
Ich selber habe zwei Kinder großgezogen, z.B. habe ich nie Elterngeld bekommen.
Beim 1. Kind wurde es kurz danach eingeführt, beim 2. Kind wurde es mal wieder abgeschafft, da die Kassen leer waren.
Glück auf.
11:16
Ich gehe auch arbeiten, aber das Geld reicht einfach nicht fuer einen Porsche....Auch das ist ein Problem, dass die gesamte Gesellschaft angeht, Beratungsstellen, staatliche aus Steuern finanzierte Unterstüzung oder Stiftungen sind mir jedoch gänzlich unbekannt !
Ein Skandal, ich will etwas was ich mir nicht leisten kann und keiner kümmert sich drum !