Finales Treffen interessiert den Staatsschutz

Sie meinen, „für das, was uns angetan wird, finden wir kaum noch die richtigen Worte“. Wohl auch deshalb lassen sie ihrer Gefolgschaft nur zu gerne die Wahl, von einem „Aufstand der Anständigen“, einem „Aufstand der Patrioten“, von „Anarchie, Volksversammlung, BRD-Sturm“ oder auch „Volksaufstand“ zu reden. Was auch immer es sein wird, das da am 31. Januar und 1. Februar in einer Gaststätte an der Gelsenkirchener Straße im Schatten des Förderturms von Zollverein mit hunderten Teilnehmern über die Bühne gehen soll – es hat bereits die Aufmerksamkeit des Essener Staatsschutzes geweckt. Noch sind sich die Ermittler nicht sicher, „was da hintersteckt“, sagte Polizeisprecher Marco Ueberbach gestern auf NRZ-Nachfrage. Die Veranstaltung sei zwar bekannt: „Doch wir sind noch in der Prüfungsphase.“

Einlader ist offenbar ein gewisser Denis Baron, der Jesus Christus als seinen besten Freund und einen der größten Anti-System-Rebellen bezeichnet, während er sich selbst als einen „Rebell der Liebe“ sieht. In Videobotschaften ruft Baron, der den Behörden kein Unbekannter ist, dazu auf, das eigene Leben loszulassen, „um für das Volk zu kämpfen“.

„Revolution 111“ nennt sich das „Finale Treffen“, zu dem jeder eingeladen ist – „egal ob rechts, links, oben, unten, ob gläubig oder noch recht ungläubig“ – der meint, sein Moment sei gekommen: „Das System gehört beseitigt. Und zwar jetzt“, heißt es in einem Aufruf: „Wir sollen verheizt werden.“