Feuerwehr rettet 22 Menschen

Bei einem Feuer in einem Mehrfamilienhaus am Palbuschweg in Altenessen rettete die Feuerwehr 22 Bewohner.
Bei einem Feuer in einem Mehrfamilienhaus am Palbuschweg in Altenessen rettete die Feuerwehr 22 Bewohner.
Foto: WAZ
Was wir bereits wissen
Brand im Mehrfamilienhaus in Altenessen: Waren Feuerwerkskörper der Auslöser? Sperrmüll und Kinderwagen im Hausflur standen lichterloh in Flammen.

Essen.. Ist das Feuer in einem dreigeschossigen Wohnhaus am Palmbuschweg in Altenessen, bei dem am Donnerstagabend in einer dramatischen Rettungsaktion zehn Erwachsene und zwölf Kinder in Sicherheit gebracht werden mussten, durch Feuerwerkskörper ausgelöst worden? Dieser Frage geht jetzt die Kriminalpolizei nach, die die Ermittlungen aufgenommen hat. Die Beamten stellten am Brandort Feuerwerkskörper sicher.

Ob diese beim Zünden den Brand im Hausflur auslösten und so den Bewohnern den Fluchtweg abschnitten, ist jetzt Gegenstand der Ermittlungen. Fest steht bisher nur: „Einen technischen Defekt können wir ausschließen“, berichtet Polizeisprecher Marco Ueberbach. Und: „Es wurden keine Brandbeschleuniger eingesetzt.“

Die Lage konnte sich nur deshalb so zuspitzen, weil Nachbarn Sperrmüll im Treppenhaus des Erdgeschosses gelagert und auch Kinderwagen dort abgestellt hatten. Als dies plötzlich lichterloh brannte, verbreitete sich der dichte Rauch in Windeseile in den Etagenfluren. Die Bewohner, darunter viele Kleinkinder, waren eingeschlossen.

Zehn Erwachsene und zwölf Kinder

Als die Feuerwehr gegen 20.15 Uhr alarmiert wurde, rückte sie mit mehreren Löschzügen und etwa 35 Rettern zum Palmbuschweg nach Altenessen aus. Die Einsatzkräfte versuchten, die Eingeschlossenen zu beruhigen, damit sie nicht in Panik gerieten und forderten sie auf, Türen und Fenster geschlossen zu halten, damit möglichst wenig Qualm in die Wohnungen dringen konnte.

Dann musste alles schnell gehen. Mit zwei Drehleitern gelang es der Feuerwehr, die zehn Erwachsenen und zwölf Kinder zu retten und ins Freie zu bringen. Alle Geretteten wurden sofort vor Ort vom Notarzt auf eine mögliche Kohlenmonoxid-Vergiftung untersucht. Zwei Bewohner mussten darauf mit Verdacht auf Rauchvergiftung ins Krankenhaus gebracht werden.

Parallel zur Evakuierung setzten sich Einsatztrupps der Feuerwehr die Atemschutzmasken auf und durchkämmten nochmals alle Flure und Wohnungen. Kurz darauf wusste der Einsatzleiter: Keiner ist mehr in Gefahr. Alle sind draußen.

Das Feuer selbst war schnell gelöscht. Weil aber Elektroinstallationen beschädigt waren, mussten die Evakuierten die Nacht bei Verwandten verbringen.