„Fasten heißt, Verantwortung zu übernehmen“

Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles hat sich beim sozialpolitischen Aschermittwoch im Essener Dom für einen Ausbau der öffentlich geförderten Beschäftigung stark gemacht. „Wir müssen sie aus dem schlechten Image der vergangenen Jahre heraus holen“, sagte Nahles gestern beim ökumenischen Auftakt der Fastenzeit, zu dem das Bistum Essen und die Evangelische Kirche im Rheinland seit 1998 gemeinsam einladen.

„Was braucht der Mensch wirklich?“ fragte die SPD-Politikerin zu Beginn ihres Vortrags „Soziale Teilhabe für alle – wir lassen niemanden zurück“. Dass das Thema zum Auftakt der Fastenzeit gut gewählt ist, machte Ruhrbischof Franz-Josef Overbeck deutlich: „Fasten heißt, Verantwortung zu übernehmen – vor allem in sozialer Hinsicht.“ Als Vertreter der Evangelischen Kirche betonte Vizepräses Christoph Pistorius: „Es ist uns biblisch aufgetragen, die Zuwendung Gottes zu jedem Menschen zu leben.“

Die Ministerin betonte, gerade für junge Leite seien Menschen wichtig, „die Chancen geben und ermutigen“, Sie berichtete vom Arbeitsdirektor eines großen Werks, der zehn Prozent der Ausbildungsplätze für Jugendliche frei hält, deren Bewerbungen auf Grund schlechter Schulnoten in der Regel aussortiert werden. „Wir müssen Menschen ansehen, nicht nur Kriterien“, so Nahles weiter. Foto: Bistum

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