Falscher Dachdecker – Polizei warnt vor Trickbetrügern

Foto: Essen
Was wir bereits wissen
Wieder haben in Essen Trickbetrüger versucht, Senioren zu überrumpeln. Ohne Erfolg: Eine Frau knallte einem Täter die Tür vor der Nase zu.

Trickbetrug reißt in Essen nicht ab – und oft sind Senioren die Opfer. Die Polizei meldet zwei neue Fälle. So gab sich ein Betrüger am Dienstagmorgen in Heidhausen als Dachdecker aus. Er gaukelte einer Frau (84) vor, dass er das Dach ihres Hauses inspizieren müsse. Dem Unbekannten gelang es so auf den Dachboden zu kommen. Dort schüttete er Wasser aus und wollte der Seniorin weismachen, dass es sich um eine undichte Stelle handelte. Doch darauf fiel die 84-Jährige nicht rein – und der circa 25 bis 30 Jahre alte Mann verließ das Haus wieder.

In einem anderen Fall versuchte ein Unbekannter am Mittwoch gegen 10.45 Uhr in die Wohnung einer 78-jährigen Mieterin in Altenessen zu gelangen. Seine Masche: Er erzählte der älteren Dame, er müsse die Wasserleitungen überprüfen. Doch damit kam er nicht weit: Die 78-Jährige fiel nicht auf den Schwindel herein und knallte dem Betrüger prompt die Nase vor der Tür zu.

Oberstes Ziel der Betrüger sei es in solchen Fällen in die Wohnung zu gelangen, erklärt Polizei-Sprecherin Tanja Hagelüken. Dazu wenden sie die unterschiedlichsten Tricks an, mal kommen sie als falsche Wasserwerker, mal bitten sie um einen Zettel, weil sie angeblich eine Notiz für einen Nachbarn hinterlassen wollen. Schaffen die Täter es in die Wohnung, versuchen sie, die Senioren abzulenken, um so an Geld und Schmuck zu gelangen. Der Rat der Polizei: „Man solle keinen Fremden in die Wohnung lassen“, so Hagelüken. Steht ein Unbekannter vor der Tür, der sich als Wasserwerker ausgibt, so solle man bei der Firma anrufen, die den Handwerker angeblich geschickt haben soll. Und: Die Telefonnummer selbst heraussuchen, nicht diejenige wählen, die der Fremde angibt. Unter der hebt womoglich ein Komplize ab. „Wer ein komisches Gefühl hat, sollte sofort die Polizei alarmieren“, so Hagelüken: „Dann hat die Polizei eine Chance, die Täter zu fassen.“