Falsche Demo-Freunde

Die CDU hat im Nachhinein ein Problem mit ihren Bundesgenossen bei der Demo vom letzten Sonntag und CDU-Fraktionschef Thomas Kufen sagt das offen. Er stört damit das kuschelige Wir-Gefühl, dass bei der Vorbereitung von „Essen stellt sich quer“ entstanden ist. Nun könnte man tatsächlich sagen: Wenn es um die gute Sache geht - hier die Zurückweisung von Rechtsextremisten - sollte doch nicht so wichtig sein, wer neben einem marschiert. In gewissen Grenzen stimmt das auch. Nur: Bei Parteien wie DKP oder MLPD, die die kommunistischen Verbrechen bis heute klein reden oder leugnen, die erklärtermaßen mit der freiheitlichen Grundordnung auf Kriegsfuß stehen und sie durch eine wie auch immer verbrämte Diktatur ersetzen wollen, sollte eigentlich jeder Demokrat ein Störgefühl entwickeln. Wenn demokratische Parteien und Verbände sich an die Seite solcher Gruppen stellen, befördern sie - sicher ungewollt - eine Verharmlosung. Genau aus diesem Grund lässt sich ja auch mit der NPD richtigerweise kein vernünftiger Mensch ein. Es gilt Freiheit, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit hochzuhalten, hingegen Hass, Gewalt, diktatorische Tendenzen und Extremismus aller Art zurückzuweisen - egal ob diese nun rechts, links oder religiös motiviert sind. Wenn die CDU dies erkannt hat - gut so!