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„Fahrradfahren bleibt lebensgefährlich“

22.10.2012 | 00:07 Uhr
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In Essen ist und bleibt Fahrradfahren lebensgefährlich, solange weder die Autofahrer die Fahrradfahrer als gleichberechtigte Verkehrsteilnehmer akzeptieren noch die Fahrradfahrer sich verkehrsgerecht verhalten. So ist der sogenannte „Radweg“ an der Rüttenscheider Str - nicht einmal radelnde Polizisten wissen auf Nachfrage, dass dieser „Radweg“ nicht verpflichtend ist - z.B. an den Straßeneinmündung gefährlich. Auch wird sehr häufig auf dem Fahrradstreifen an der Huyssenallee geparkt. Die Überfahrt vom Willy-Brandt-Platz in die Bahnhofsunterführung ist nur für sehr ortskundige Fahrradfahrer zu finden.
Heinrich Moormann


Bürgersteinradwege wie auf der Isenbergstraße oder der Rü wurden vor vielen Jahren angelegt, um Fußgänger-, Rad- und Autoverkehr zu trennen. Diese an sich gute Idee führte aber immer wieder zu gefährlichen Situationen. Aus diesem Grund sind diese Bürgersteinradwege schon seit 15 Jahren laut Straßenverkehrsordnung sogenannte Nicht-benutzungspflichtige Radwege. Dies bedeutet, dass diese Wege von unsicheren und langsamen Radfahrer benutzt werden dürfen. Umgekehrt besteht aber keine Benutzungspflicht. Alle Verkehrsteilnehmer haben Vorteile erhöht. Problematisch ist nur, dass der Umgang vom gegenseitigen Unwissen über die Rechte und Pflichten der jeweils anderen geprägt ist.
Dietmar Rudolph
Leider macht der Vandalismus in unserer Stadt vor nichts und niemandem Halt. Oft erlebt man auf den so herrlich angelegten neuen Radwegen (Beispiel: Haarzopf), dass diese voller Scherben (von einfach in die Gegend geworfenen Glasflaschen) sind und platte Reifen nicht ausbleiben. Krista Christeleit


Jeden Tage lese ich das „Gejaule“ der Fahrradfahrer. Es reicht mir jetzt. Die ganze Stadt ist ein einziges Radnetzwerk. Es wird zu 90% auf den Bürgersteigen gefahren. Wofür brauchen wir noch Radwege? Ich selbst bin schon fast umgefahren und mein Hund von einem abgestellten Rad bald „erschlagen“ worden. Selbst im Wald wird wird man von Radfahrern „verfolgt“. , Fußgänger, Kinder und Hunde sind das letzte Glied in der Kette.
Marlen Kryszon

Kommentare
22.10.2012
23:40
„Fahrradfahren bleibt lebensgefährlich“
von peerbeinstueck | #7

Mann, was ist denn hier los?

Früher war es der Russe, der unsere Sicherheit bedrohte, dann Bin Laden und jetzt die Radfahrer.

DIe fahren "zu 90% auf den Bürgersteigen", weil sie viel lieber zwischen Fußgängern herumkurven, statt auf dem toll ausgebauten Radwegenetz zu fahren. Und dann stellen sie ihre Fahrräder noch als Hundefallen auf.

Ich weiß nicht, ob ich irgendwie in einer anderen Stadt lebe. In dem Essen, das ich kenne und wo ich jeden Tag unterwegs bin, sind Radfahrer eine Ausnahmeerscheinung. Und die, die mir schon mal begegnen, benehmen sich nicht bescheuerter als die Autofahrer.
Ich persönlich habe mir das Radfahren abgewöhnt, seit ich in Essen lebe. Als Radfahrer ist man der letzte A****. Fährt man auf der Straße, wird man ständig von Autos überholt, die dafür nicht einmal ansatzweise die Spur wechseln. Fährt man auf den spärlichen und meist viel zu engen Radwegen, kann man ständig um Fußgänger und parkende Autos herumkurven. Das muss ich nicht haben.

22.10.2012
19:19
„Fahrradfahren bleibt lebensgefährlich“
von dkmmaal | #6

Die meisten, die am öffentlichen Straßenverkehr teilnehmen, missachten Regeln.
Fußgänger laufen auf gekennzeichneten Radwegen, neuerdings mit Smartphones beschäftigt (mich hat letztens jemand „zum Absteigen über den Lenker motiviert!“);
Radfahrer radeln auf dem Bürgersteig, natürlich auch ohne Licht, gegen die Fahrtrichtung;
Autofahrer fahren im Abstand von weit unterhalb der vorgeschriebenen 1,5m an Radfahrern vorbei und biegen ab, ohne über die Schulter zu schauen und ggf. anzuhalten;
kaum jemand beachtet die Ampeln, gehen und fahren bei Rot ist mittlerweile Usus.
Wir alle sollten viel mehr Rücksicht nehmen und die Regeln beachten; jeder ist gleichberechtigter Teilnehmer am Straßenverkehr – einfach mal an die eigene Nase fassen und darüber nachdenken, ob man selbst alles richtig macht.
Wir wollen doch alle heile nach Hause kommen, warum benehmen wir uns nicht so?

22.10.2012
12:48
Und täglich grüßt das Murmeltier
von Pottriotin | #5

rasende Radfahrer, auf Radwegen parkende Autofahrer, Radfahrer ohne Licht, Autofahrer, die 2 cm neben dem Radfahrer überholen etc. pp.

Ich rechne mich eher dem Radfahrer- als dem Autofahrerlager zu. Kann aber alle Kritikpunkte durchaus nachvollziehen. Der Radfahrer an sich ist dem Autofahrer nicht überlegen. Warum sollte er auch. Gegenseitiger Respekt wäre angebracht, und mehr Achtung der Straßenverkehrsordnung von allen Seiten. Dann würde es auch funktionieren. Mitlerweile werden "die Radfahrer" von "den Autofahrern" aber schon per se als Plage wahrgenommen und umgekehrt.

22.10.2012
08:53
Fahrradfahren wird immer gefährlicher,
von nixxiss | #4

solange sich die Kamikaze-Raser weiter vermehren. Fahren ohne Licht bei Dunkelheit, in falscher Richtung durch Einbahnstraßen oder auf Straßen mit beidseitigen Radwegen, mit überhöhter Geschwindigkeit durch Fußgängerzonen undsoweiterundsofort. Regeln sind eh nur dazu da, dass man sich grundsätzlich nicht daran hält. Alles Andere ist uncool........

22.10.2012
08:34
„Fahrradfahren bleibt lebensgefährlich“
von mar.go | #3

Persönlich kann ich Frau Kryszon nur beipflichten.
Täglich ist zu beobachten, wie Kamikze-Radler durch die Fußgängerzone brettern, ohne
Rücksicht auf Kinderwagen, Kleinkinder, alte Menschen und Gehbehinderte.
Erwachsene fahren auf Bürgersteigen, unabhängig davon, ob es Radwege gibt oder nicht.
Wenn ich mich selbst nicht an die Regeln halte, kann ich mich nicht über die Rücksichtslosigkeit anderer Leute beklagen.

1 Antwort
„Fahrradfahren bleibt lebensgefährlich“
von Codemancer | #3-1

Bei sowas werde ich zur Fußgängersau. Wenn ein Radfahrer meint, auf dem Bürgersteig fahren zu müssen, laufe ich halt mitten auf dem Weg. In der Fußgängerzone mache ich auch keinen Platz. Wenn es dann mal zur Kollision kommt, klärt eine leicht vorgeschobene Schulter die Fronten.

22.10.2012
08:15
Kommentare
von Erbeck1 | #2

.... entsprechen alle für sich der Realität !

Man sollte sich als Radfahrer im Straßenverkehr auskennen und grundsätzlich sicher (wohl) fühlen . Zudem sind Autofahrer , Radfahrer und Fußgänger alle in der Pflicht und es geht nur miteinander - Vorrechte gehen gar nicht und in erster Linie zählen REGELN !!

Ein Problem ist allerdings auch die "Modeerscheinung Radfahren" . Da holen die Müllers zwei bis dreimal im Jahr vor den Nachbarn die guten Räder aus dem Stall und keine 100 Meter weiter bricht der Verkehr zusammen , weil man absolut nicht fahren kann .

22.10.2012
06:56
„Fahrradfahren bleibt lebensgefährlich“
von grigio | #1

Bürgersteinradwege? :-)

Sicherlich ist viel Explosionspotential in dieser Thematik und auch wird vieles in diesem Artikel vermengt (Fußgänger, Hunde, Kinder, Autofahrer, Radfahrer). Es ist so eine ähnliche Diskussion wie mit Hunden und deren Haufen. A never ending story...

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