Ex-Ratsherr der SPD zieht es zu FDP oder EBB

Die Querelen um den Oberbürgermeister, die Art, wie Parteichefin Britta Altenkamp diesen Konflikt befeuert habe, hätten ihn aus der SPD und der Ratsfraktion getrieben. Das gab Peter Lotz, in Frintrop/Bedingrade gewählter Ratsherr vergangenen Montag als Grund für seine Trennung nach 30 Jahren Parteizugehörigkeit an. Einzelkämpfer im Rat will Lotz allerdings nicht sein: „Ich werde entweder in die Fraktion des Essener Bürgerbündnisses oder in die der FDP eintreten“, sagte er gestern auf Anfrage dieser Zeitung. Entscheiden werde er die Frage in den nächsten Wochen. Beiden Fraktionen dürfte die Aussicht auf Zuwachs hochwillkommen sein. Zusätzliche Ratsmandate helfen den Fraktionsstatus zu sichern und vergrößern die Möglichkeiten, Ausschüsse und andere Gremien zu besetzen. Die FDP hat drei, die EBB derzeit vier Fraktionsmitglieder, drei sind das Minimum für den Status als Fraktion.

Die Rückgabe des Ratsmandats an die SPD erwägt Lotz übrigens nicht. „Ich bin direkt gewählt und möchte meine Arbeit für Frintrop und Bedingrade fortsetzen“, erklärte er. Den Einwand, dass er als FDP- oder EBB-Mann kaum direkt gewählt worden wäre, lässt er nicht gelten: „Ich glaube, die Menschen hier hätten mich auch dann gewählt, ich bin schließlich ein Kümmerer.“