Ex-Evag-Chef Meyer verzichtet auf OB-Kandidatur

War es die Angst vor der eigenen Courage? Oder obsiegte am Ende die Einsicht, dass er als unabhängiger Kandidat nur geringe Aussichten auf Erfolg haben dürfte? Fest steht: Wolfgang Meyer wird am 13. September nicht für das Amt des Oberbürgermeisters kandidieren. „Aus persönlichen Gründen“ habe er sich dagegen entschieden, sagte der ehemalige Vorstand der Essener-Verkehrs-AG gestern im Gespräch mit der WAZ. Nicht ohne zu betonen, dass er diese Entscheidung nach reiflicher Überlegung bereits am vergangenen Wochenende getroffen habe, also unabhängig davon, wer den Mitgliederentscheid der SPD für sich entscheiden würde. Dessen Ausgang mochte Meyer, der selbst seit drei Jahrzehnten SPD-Mitglied ist, gestern nicht kommentieren. Der ehemalige Manager bleibt selbstständiger Unternehmer und Chef einer Beratungsfirma. Zu Wort melden wolle er sich schon.

In der SPD, wo Meyers mögliche Kandidatur durchaus für einige Unruhe gesorgt hatte, wird der ein oder andere erleichtert durchatmen, dass OB Paß ein weiterer unbequemer Kandidat erspart bleibt.