Evangelische Kirche Essen bloggt auf himmelrauschen.de

Das „Haus der evangelischen Kirche“ erfährt jetzt neue Erweiterungen im Internet: sehr zu Freude von Superintendentin Marion Greve, hier mit ihrem Vorgänger
Das „Haus der evangelischen Kirche“ erfährt jetzt neue Erweiterungen im Internet: sehr zu Freude von Superintendentin Marion Greve, hier mit ihrem Vorgänger
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Nach dem Ruhrbistum weitet jetzt auch die evangelische Kirche in Essen ihre Aktivitäten im Internet stark aus: himmelrauschen.de heißt ein neuer Blog.

Essen.. Von Bischof Franz Josef Overbeck stammt der durchaus provokante Satz: „Ich merke doch, dass ich mit meinen Predigtworten weniger erreiche, als wenn ich dreimal twittere.“ Tatsächlich hat das Ruhrbistum seine Aktivitäten im Internet, vor allem in den sozialen Netzwerken wie Facebook, enorm ausgeweitet und ist dort sehr aktiv. Der Evangelische Kirchenkreis Essen will da im Rahmen seiner deutlich kleineren Möglichkeiten nicht nachstehen und hat jetzt einen Blog, ein öffentlich einsehbares Tagebuch oder Journal, mit dem hübschen Namen himmelrauschen.de ins Leben gerufen.

Haupt- und Ehrenamtliche aus den Kirchengemeinden, Einrichtungen und Diensten des Kirchenkreises sollen darin über Ermutigendes und Tröstliches, Erfahrungen von Solidarität, menschlicher Nähe und Engagement berichten. Stefan Koppelmann, Leiter der Presse und Öffentlichkeitsarbeit des Kirchenkreises, ist über die ersten Reaktionen positiv überrascht: „Manche sagten, ich weiß nicht, was ein Blog ist, aber ich schreibe trotzdem etwas.“

Rückblicke auf Vergangenes

Gesellschaft Eine Pfarrerin aus Dellwig hat angekündigt, ihr persönliches Tagebuch mit ihrer seelsorgerischen Arbeit ins Netz zu stellen, andere wollen ihre Alltagsbeobachtungen beisteuern oder Zufallserlebnisse mit anderen Menschen. All das ist ganz im Sinne der Kirche. „Unser Jahr ist voll von Begegnungen, Ereignissen und Geschichten. Vieles geschieht um uns herum, das uns betrifft oder für einen Moment innehalten lässt“, sagt Marion Greve, Superintendentin des Kirchenkreises Essen, dazu. „Auf himmelrauschen.de können wir einander mitteilen, was uns berührt, motiviert und trägt.“ Es werde Rückblicke auf Vergangenes geben – ebenso wie Gedanken über aktuelle Themen, die die Menschen das Jahr hindurch bewegen. „Je nach Perspektive kann unser ‚Himmelrauschen’ wie ein leiser Grundton über den Dingen liegen oder den Alltag unterlegen. Oder aber mal laut und irritierend daherkommen, als geräuschvoller Zwischenruf.“

Greve und Koppelmann wollen den Blog nicht auf einen kirchlichen Kreis beschränken. Auch Beiträge von religiös Außenstehenden oder Distanzierten, von Mitgliedern anderer Konfessionen oder Religionen, von Agnostikern oder völlig Religionslosen seien willkommen. „Soziale Medien sind ein Feld, auf dem man auch mal experimentieren kann“, sagt der Pressesprecher, der derzeit sogar eher die Sorge hat, ob er das Sichten und Einsortieren der Beiträge zeitlich schafft.

Auch auf Facebook ist der Kirchenkreis Essen neuerdings mit einer eigenen Seite vertreten: Unter dem Titel „Evangelisch in Essen“ soll „Informatives, Inspirierendes und Mutmachendes aus dem evangelischen Leben in der Ruhrmetropole“ mitgeteilt werden.