Evangelische Kirche bezieht neues Hochhaus

Aus der Lokalzeitung vom 22. April 1965:.  Es ist die Zeit der gefeierten Neubauten. In Dellwig eröffnet die „Evangelische Volksschule“ an der Ripshorster Straße; später wurde sie Hauptschule und heute dient sie als Standort der Gesamtschule Borbeck. „Breite Glasfenster lassen genügend Licht, Luft und Sonne in die Klassenräume“, schwärmt der Reporter, man spricht von einem Bau, der gleichermaßen „zweckmäßig und schön“ sei.

In derselben Ausgabe wird die Einweihung des neuen Hauses der Evangelischen Kirche am Kennedyplatz gefeiert: Das Zentralgebäude, neun Stockwerke hoch, soll „ein Haus der Begegnung und Sendung sein, das in diese Stadt ausstrahle und die Menschen anziehe“, heißt es bei der Eröffnung. Damals hat die Evangelische Kirche in Essen rund 350 000 Gemeindeglieder. Heute, im Jahr 2014, sind es noch 158 000.

Die Folge: Die Evangelische Kirche sitzt längst nicht mehr im Hochhaus am Kennedyplatz, sondern in einem Altbau in der Nähe. Das Hochhaus wurde 2008/09 umgewandelt in ein Geschäftshaus, es heißt mittlerweile „Kennedytower“.