Evag-Streit: Keiner verliert seinen Arbeitsplatz

Die Essener Evag-Zentrale betonte gestern, dass wegen der Schließung der Hauptkasse mit elf Beschäftigten keiner seinen Arbeitsplatz verlieren werde.

Die Aufgaben würden fast vollständig, so Verdi, von einem externen Anbieter übernommen. Deshalb werde neun betroffenen Mitarbeitern „der Arbeitsplatz unter den Füßen weggehauen“, so Gewerkschaftssekretär Rainer Sauer.

Die Evag erklärte, dass für alle Ersatzarbeitsplätze geschaffen wurden – etwa in den Kundencentern oder bei der Ticketkontrolle. „Darüber hat es einen langen Austausch gegeben“, so Frei.

Die Gewerkschaft Verdi behauptet, dass man von der jetzigen Schließung überrascht worden sei. Dagegen werde man sich jetzt mit allen möglichen Mitteln zur Wehr setzen.

Die Aufgabe der Hauptkasse ist Bestandteil des Einsparprogramms des Dreierbündnisses Via, das seit Monaten unter Druck de Bezirksregierung steht, die zusätzliche Einsparungen verlangt, um die Kosten zu senken. Die Hauptkasse, die nun geschlossen wird, übernahm die Wechselgeldversorgung für die Busse, ebenso für die Kasse des Duisburger Verkehrsbetriebes und für die Evag-Kundencenter.

Auch das Kleingeld aus den Parkautomaten der Stadt Essen wurde dort sortiert.