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Essens Univiertel - Grün wohnen in der „verbotenen Stadt“

03.02.2012 | 19:34 Uhr
Essens Univiertel - Grün wohnen in der „verbotenen Stadt“
Foto: Olaf Fuhrmann

Essen.   Was einst das Einfallstor in die Kruppstadt war, wächst zur „Grünen Mitte Essen“ heran. Das Richtfest für das Wohnprojekt „P.West“ wurde in sibirischer Kälte gefeiert.

Seit Mai 2011 schießt ein überdimensionaler Pilz aus der Erde, ein Komplex, der seinen Ei­gentümern künftig ein Zuhause im Grünen sein soll – mitten in der Stadt. Bei eisgekühltem Sekt und Selters wurde in dicken Mänteln an sibirischer Kälte Richtfest fürs Wohnprojekt „P.West“ im Universitätsviertel gefeiert – im neuen Quartier „Grüne Mitte Essen“. Bis Oktober sollen die sechs fünfgeschossige Mehrfamilienhäuser fertiggestellt sein – mit insgesamt 5100 Quadratmetern Wohnfläche.

Nur noch eine Wohnung ist frei

Das Wohnprojekt „P. West“ ist Teil des neu entstehenden Stadtviertels, das künftig die Innenstadt mit der Universität verbinden wird. Auf dem etwa 13 Hektar umfassenden Gelände sollen acht Wohnareale, umgeben von Gewerbe- und Büroimmobilien, in einer mit 40.000 Quadratmeter Grün- und Wasserflächen gestalteten Stadtlandschaft entstehen.

Eine Tiefgarage mit 60 Stellplätzen ergänzt die Anlage in ziemlich begehrter Wohnlage. Wer in ei­ne der 44 Zwei- bis Fünf-Zimmer-Wohnungen mit Größen zwischen 63 und 184 Quadratmetern, zwei Apartments oder vier Penthouses mit stolzen 274 Quadratmetern einziehen will, sollte sich sputen. Zu allen Wohneinheiten gehört ein eigener Balkon oder eine Terrasse. „Bis auf ei­ne sind alle anderen längst verkauft oder reserviert“, sagt Ga­briele Ste­gers, Kommunikation-Chefin der Hochtief Solutions AG, die Bauherrin und Projektentwicklerin ist.

"Investition in die Zukunft"

Als eine der ersten hat Kristina Alfredsson sich im „P.West“ eingekauft – auf 108 Quadratmetern. „Ich freu’ mich schon auf den Blick aufs Wasser und den Park“, sagt die 40-Jährige, die künftig gemeinsam mit ih­rem Mann vier Zimmer ihr Ei­gen nennen darf. „Wir wohnen jetzt zur Miete direkt hinterm Colosseum und haben einen Staffelmietvertrag, der immer teurer wird“, erzählt Alfredsson. Da beide an der Wohnqualität festhalten wollen, der ruhigen und dennoch zentralen Lage, kam ihr der Neubau im Uni-Viertel gerade recht.

 „Wir haben uns für diese Wohnung entschieden, da sie über einen Aufzug im Alter gut erreichbar ist. Für uns ist sie ei­ne Investition in die Zukunft“, sagt Alfredsson. So sehen’s auch andere, die den Vertrag schon unterschrieben haben. „Geschäfte in unmittelbarer Nähe, der See und der Park – was will man mehr?“, meint ein künftiger Bewohner.

"Wohnprojekt City View"

Nicht nur das Wohnprojekt „P.West“ entsteht im Quartier: Kürzlich feierte die Dornieden Generalbau den Spatenstich fürs „Wohnprojekt City View “. Auf rund 14.400 Quadratmetern will sich die AOK Rheinland/Hamburg im schicken Universitätsviertel niederlassen. Die WAZ-Mediengruppe, zu der die NRZ zählt, hat kürzlich ebenso beschlossen, ihre neue Firmenzentrale am Berliner Platz zu errichten. Sie soll bis 2013 fertiggestellt werden.

„Die Stadt Essen ist ein zuverlässiger Partner für Investoren. Darauf kann man aufbauen“, sagt Andreas Gräf, Leiter von „Formart“, der Wohnentwicklersparte bei Hochtief Solutions, zur Feier des Tages. Er spielt den Ball zu OB Reinhard Paß, der an die Geschichte des Areals als „verbotene Stadt“ und Zugang zum ehemaligen Kruppschen Werksgelände erinnert.

„Ein wahrlich schauriger Ort“

Der Güterbahnhof Nord habe damals die Innenstadt mit dem Rest des Landes verbunden, später kam der Großmarkt dazu. „Ich erinner’ mich noch gut daran, als ich als Student in den 1970er Jahren tagtäglich durch die Unterführung an der Gladbecker Straße gehen musste, ein wahrlich schauriger Ort“, sagt Reinhard Paß. Das sei jetzt „endlich“ alles Vergangenheit, nun werde es grün im Quartier.

Infos zu weiteren Bauprojekten in der „Grünen Mitte Essen“ gibt es im Internet unter: www.gruene-mitte-essen.de

Essens grüne Mitte

 

Pascal Hesse

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Kommentare
05.02.2012
12:26
Ach, die AOK baut neu?
von Tante.Otti | #1

Werden dann alle anderen Niederlassungen im Rheinland und Hamburg konsolidiert?

Ist wieder zuviel Überschuss in der Kasse? Wird der Vorstand eine Erhöhung der Bezüge und/oder der Boni-Zahlungen bekommen?

Wieviel kostet der Spass die Mitglieder wieder? Nein, nicht direkt sondern indirekt. Denn statt gewaltig grosser EURO-Summen für offensichtliche Ausgaben (z.B. Umzug) und versteckte Kosten (Werbung, Adressen, technische Infrastruktur, Ausgleichszahlungen für Mitarbeiter mit längerer Anfahrtzeit, beauftragen Drittfirmen und Berater, und so weiter) sollte man vielleicht die Leistungen einfach mal erhöhen oder die Beiträge weit UNTER 10% senken?

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