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Essens Oberbürgermeister Paß hält an Radautobahn durchs Ruhrgebiet fest

24.04.2012 | 18:42 Uhr
Essens Oberbürgermeister Paß hält an Radautobahn durchs Ruhrgebiet fest
Von der Innenstadt aus führt die Rheinische Bahntrasse als Radweg bereits gen Westen. 2015 sollen Radfahrer von dort aus in einer Stunde das Rheinufer in Duisburg erreichen können.Foto: Ulrich von Born/ WAZ FotoPool

Essen.   Ungeachtet politischer Dissonanzen aus Dortmund hält der Regionalverband Ruhrgebiet (RVR) am Ausbau der Rheinischen Bahn in Essen fest. Und der RVR bekommt Unterstützung von Essens Oberbürgermeister Reinhard Paß: „Dass man das Projekt mal eben zwischen Tür und Angeln beerdigen will, hat uns überrascht.“

Mit großer Verwunderung hat die Stadtspitze auf Äußerungen des Dortmunder Oberbürgermeisters Ullrich Sierau reagiert, der sich entgegen aller bisherigen Absichtserklärungen jetzt gegen den Bau der geplanten „Radautobahn“ durchs Ruhrgebiet ausgesprochen hat. „Dass man das Projekt mal eben zwischen Tür und Angeln beerdigen will, hat uns überrascht“, hieß es auf Anfrage aus dem Büro von Oberbürgermeister Reinhard Paß.

Nach den Worten von Büroleiter Uwe Gummersbach teilt die Stadt die Auffassung des Regionalverbandes Ruhrgebiet (RVR). Dieser hatte sich dafür ausgesprochen, zunächst die Ergebnisse einer Machbarkeitsstudie zum Bau der 100 Kilometer langen Trasse von Duisburg bis Hamm abzuwarten.

Alte Bahntrassen sollen Radweg werden

Ungeachtet politischer Dissonanzen aus Dortmund hält der RVR am Ausbau der Rheinischen Bahn in Essen fest. Das Trassenstück wäre Bestandteil besagter Radautobahn. Doch selbst wenn der Rad-Schnellweg nicht realisiert werden sollte, wäre es laut RVR sinnvoll, die Rheinische Bahn auch gen Osten weiter als Radweg auszubauen, wo sie Anschluss an die Erzbahntrasse in Bochum fände. Mit der Wegeführung über den Rhein-Herne-Kanal und die Schurenbachhalde in Altenessen entstünde so ein attraktiver Rundkurs, so Christoph Haep, Projektleiter beim RVR.

Ausbau nach Duisburg bis Ende 2015

Nach ersten Einschätzungen stuft der Regionalverband den Ausbau als machbar ein, auch wenn ein Gleisanschluss zu queren wäre und diverse Brückenbauwerke saniert oder erneuert werden müssten. Die Kosten für das sieben Kilometer lange Teilstück beziffert Haep vorsichtig auf zwölf Millionen Euro.

Eben diese Summe wird der RVR in den Umbau der Rheinischen Bahntrasse gen Westen investiert haben, wenn der Anschluss an den Gruga-Radweg und der Abzweig nach Borbeck fertiggestellt sind. Beides soll Anfang kommenden Jahres der Fall sein. Priorität genießt beim RVR weiter der Ausbau in Richtung Duisburg. Ende 2015 könnten Radfahrer von der Essener Innenstadt aus den Rhein erreichen, so Haep. Schöne Aussichten.

Marcus Schymiczek



Kommentare
12.05.2012
11:34
Essens Oberbürgermeister Paß hält an Radautobahn durchs Ruhrgebiet fest
von cannondalebadboy | #11

Ich hoffe, dass die Radautobahn kommt! Ich fahre mehrmals die Woche von Unna nach Hamm zur Arbeit und werde immer durch rote Ampeln und schlechte Wege ausgebremst!

Für Pendler ist es mit den heutigen Möglichkeiten wie E-Bikes kein Problem von Dortmund nach Bochum zu fahren oder von Bochum nach Essen! Ich will damit nur sagen, dass von keinem verlangt wird von Unna bis nach Essen
mit dem Fahrrad zu Pendeln. Einfache Wege von 60 km (Hin & Rückfahrt) sind absolut realitisch und machbar!

Alle reden von Umweltschutz - hier und jetzt besteht die Möglichkeit dazu! Ausserdem könnte man die Radautobahn noch für Fahrradevents verwenden z.B. kleinere Semi Professionelle Rennen oder auch mit Profis usw. - quasi eine jährliche Veranstaltung.

Ich glaub ich muss mich da um einen Posten bewerben - Ideen hab ich mehrere;)



25.04.2012
14:54
Essens Oberbürgermeister Paß hält an Radautobahn durchs Ruhrgebiet fest
von curney | #10

macht Radwege zu rollator-strecken

25.04.2012
14:44
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25.04.2012
14:40
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25.04.2012
13:29
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25.04.2012
12:53
Essens Oberbürgermeister Paß hält an Radautobahn durchs Ruhrgebiet fest
von berndausbochum | #6

aus meiner Sicht ist jede Alternative zum Auto - auch wenn es die heilige Kuh Deutschlands ist - zu unterstützen.

1 Antwort
...
von GeorgWashuber | #6-1

... solange die Sicherheit gewährleistet ist

25.04.2012
12:17
Radbahn ist grundsätzlich zu begrüßen
von GeorgWashuber | #5

Grundsätzlich ist eine Radbahn zu begrüßen, denn sie zieht Verkehr vom Kraftfahrzeug zum Fahrrad ab und dient so der Entschleunigung des Verkehrs. Damit die Radler aber ihrerseits nicht zu Rasern werden, muss die Geschwindigkeit auf der Radbahn möglichst auf 25 km/h begrenzt werden, und es müssen entsprechende Überwachungseinrichtungen installiert werden, die Geschwindigkeitsverstöße und Verstöße gegen die Helmpflicht erfassen, die dann auch mit harten Bußen geahndet werden müssen.

5 Antworten
Essens Oberbürgermeister Paß hält an Radautobahn durchs Ruhrgebiet fest
von wilko | #5-1

es gibt - aus gutem Grund - keine Helmpflicht

Helmpflicht
von GeorgWashuber | #5-2

Aus gutem Grunde muss eine generelle Helmpflicht für Fahrradfahrer eingeführt werden, aber zumindest auf der Radbahn muss vorab schon Helmpflicht gelten.

Essens Oberbürgermeister Paß hält an Radautobahn durchs Ruhrgebiet fest
von berndausbochum | #5-3

warum die Geschwindigkeit gerade auf 25 km/h? es gibt keine Helmpflicht. Buße tun kann man auch ganz gut in der Kirche - einfach mal reinschauen;)

Essens Oberbürgermeister Paß hält an Radautobahn durchs Ruhrgebiet fest
von wilko | #5-4

@GeorgWashuber: Was ist denn Ihr "guter Grund" für eine Helmpflicht?
Ich habe wirklich nichts dagegen, wenn jemand einen Helm aufsetzt oder ihn seinen Kindern aufsetzt, die vielleicht noch nicht alt genug sind, die Entscheidung selber zu treffen. Aber m. W. gibt es keine belastbaren Untersuchungen, die belegen, dass ein Helm in Lage ist, bei einem Fahrradunfall schwere Kopfverletzungen zu verhindern.
Und selbst wenn das so wäre, gäbe es eine Menge Tätigkeiten (z. B. Autofahren, Treppe steigen etc.), die mindestens genaus gefährlich wie Fahrradfahren sind. Warum sollte man also auf dem Fahrrad mit einer Helmpflicht anfangen?
Umgekehrt gibt es jedoch belastbare Studien, die zeigen, dass bei Einführung einer Helmpflicht der Radfahreranteil abnimmt...

Mein Kernsatz lautet in dieser Frage: lieber ohne Helm Fahrradfahren als überhaupt nicht Fahrradfahren

@wilko (#5-4)
von GeorgWashuber | #5-5

Selbstverständlich ist Radfahren dem Autofahren vorzuziehen. Es gibt aber zunächst im Sinne einer Entschleunigung Möglichkeiten, das Autofahrern für Raser und Freizeitfahrer weniger attraktiv zu machen, und ich fordere deshalb regelmäßig die Begrenzung der Höchstgeschwindigkeit auf innerstädtischen Durchgangsstraßen auf 30 km/h, auf Landstraßen auf 60 km/h und auf Autobahnen auf 90 km/h, das Ganze natürlich streng überwacht und mit empfindlichen Bußen versehen. Eine Helmpflicht kann ich mir übrigens auch sehr gut für Kraftfahrer vorstellen, und wenn der konventionelle Fahrradhelm halt zu wenig vor Verletzungen schützt, muss eben ein wirksameres Modell entwickelt werden. Gesundheit und Sicherheit müssen nun einmal Vorrang vor allen persönlichen "Freiheiten" erhalten.

25.04.2012
09:14
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25.04.2012
05:43
Essens Oberbürgermeister Paß hält an Radautobahn durchs Ruhrgebiet fest
von essener78 | #3

Ich sehe das mit einem lachenen und einem weinenen Auge. Einerseits ist es schade wegen dem ÖPNV, der auf solchen Strecken hätte wieder reaktiviert werden können, aber andererseits ist eine solche Strecke für den Radverkehr auch sehr attraktiv.

Ich hoffe, aber die Politiker werden nicht nur Radwege wie diese fördern, sondern auch Wege, die eher für die täglichen Strecken interessant sind.

Schade ist nur, dass das Rad in unserer Region immer noch stärker als Freizeitverkehrsmittel angesehen wird, als ein normales Verkehrsmittel. Vielleicht wird das durch die weiter steigenen Benzinpreise doch noch ändern.

25.04.2012
00:59
Essens Oberbürgermeister Paß hält an Radautobahn durchs Ruhrgebiet fest
von fuchsflur | #2

@1

Dann beschwer dich mal bei der Großen Bahn. Denn die hatten kein Interesse mehr an der Trasse. Urspünglich sollte auf Teilen zumindest die Magnetbahn laufen. Der RRX sollte nie über diese Trasse fahren.

Und nun hat die Bahn die Trasse an den RVR verkauft und der macht da nun einen Radweg drauß. Es hätte auch anders kommen können und die Bahn hätte die Strecke an andere Investoren abgeben, die dann nach und nach die Trasse für ihre Zwcke überaut hätten. So bleibt zumindest ein Großteil der Trasse erhalten und eventuell kommt ja doch mal die Schiene wieder in Mode. Zumindest der RRX ist auch weiter eine Traumnummer und das ist schon länger klar. Denn der kostet ja mittlerweile mehr als der mal geplante Metrorapid. Aber wir wollten es ja so, nun müssen wir auch damit leben.

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