Essens OB ruft zur Teilnahme an Demo gegen Fremdenhass auf

"Essen stellt sich quer": Am kommenden Sonntag demonstriert das Bündnis gegen Rassismus, Antisemitismus und Gewalt. Dieses Bild entstand im November 2014 bei einer Gegendemo.
"Essen stellt sich quer": Am kommenden Sonntag demonstriert das Bündnis gegen Rassismus, Antisemitismus und Gewalt. Dieses Bild entstand im November 2014 bei einer Gegendemo.
Foto: Knut Vahlensieck/ FUNKE Foto Services
Sonntag soll es in der Essener Innenstadt auf dem Willy-Brandt-Platz eine Kundgebung gegen jede Form von Rassismus, Antisemitismus und Gewalt geben.

Essen.. Mit ungewöhnlich deutlichen Worten ruft der Oberbürgermeister der Stadt Essen, Reinhard Paß (SPD), alle Bürger auf, am Sonntag an der Demonstration „Essen stellt sich quer“ teilzunehmen. „Lassen Sie uns das Zeichen setzen, dass unsere Heimatstadt bunt ist“, schreibt Paß in einer Mitteilung, die am Donnerstag am frühen Abend veröffentlicht wurde.

Die Kundgebung war ursprünglich geplant worden, nachdem bekannt wurde, dass Hooligans eine Kundgebung „gegen Salafisten“ für den 18. Januar geplant hatten. Diese Demo ist von Polizeipräsidentin Stephania Fischer-Weinsziehr am 8. Januar verboten worden. Mittlerweile haben die Antragsteller der Bewegung „Hogesa“ („Hooligans gegen Salafisten“) ihren Antrag zurückgezogen.

"Gewaltfreies Fest der Vielfalt"

Die Organisatoren der Gegen-Kundgebung „Essen stellt sich quer“ halten jedoch an ihrer Kundgebung fest. Sie findet statt am kommenden Sonntag, 18. Januar, in der Fußgängerzone der Innenstadt. Treffpunkt ist um 11.30 Uhr vor der Marktkirche/Porschekanzel.

„Wir reihen uns ein in die bundesweiten Demonstrationen gegen jede Form von Rassismus, Antisemitismus und Gewalt“, teilt der Oberbürgermeister mit. „Wir wollen die Kundgebung zu einem gewaltfreien Fest der Vielfalt, des gegenseitigen Respekts und des solidarischen Umgangs machen. Nehmen auch Sie an diesem Fest teil.“

Das Bürgertelefon der Polizei zur Demonstration ist erreichbar, die Beamten beantworten Fragen rund um die Kundgebung: Fr.-Sa., 8-20 Uhr, So. ab 8 Uhr, 0201-829 1055.

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