Essener Wirtschaft wächst solide
12.02.2012 | 12:03 Uhr 2012-02-12T12:03:00+0100
Essen. Laut einer aktuellen IHK-Befragung bei Essener Unternehmen vergeben 40,6 Prozent das Konjunkturprädikat „gut“, 14,9 Prozent mussten von einer schlechten Situation berichten, weitere 44,5 Prozent sind zufrieden.
Essens Wirtschaft geht es so gut wie lange nicht mehr. Allen Meldungen zur Finanzmarktkrise zum Trotz befinde sie sich nach wie vor auf einem solidem Wachstumspfad , sagt der Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) in der Region Ruhr, Gerald Püchel. Laut einer aktuellen IHK-Befragung bei Essener Unternehmen vergeben 40,6 Prozent das Konjunkturprädikat „gut“, 14,9 Prozent mussten von einer schlechten Situation berichten, weitere 44,5 Prozent sind zufrieden.
"Umsatz verdoppelt"
Die IHK-Zahlen aus eigener Erfahrung untermauern kann Ralf Lemke, Vorstand der Soptim AG, ein IT-Dienstleister für die Energiewirtschaft. Vor 40 Jahren mit vier Mitarbeitern gestartet, beschäftigt die Firma aus Aachen in seiner Essener Niederlassung heute etwa 100 Beschäftigte, doppelt so viele als vor drei Jahren. „Im gleichen Zeitraum habe sich der Umsatz verdoppelt. Soptim bekomme den Wandel in der Energiewirtschaft zu spüren, den Wechsel von fossilen zu erneuerbaren Energien. „Sobald sich ein Prozess verändern, kommen wir ins Spiel; das bringt Aufträge“, so Lemke. Für 2012 rechnet er mit einem deutlichen Umsatzplus.
Für die nächsten Monate sei laut IHK-Umfrage kein Konjunktureinbruch in Sicht. So gehen 20,8 Prozent aller Firmen von einer noch günstigeren Geschäftssituation aus, nur 11,9 Prozent erwarten eine Verschlechterung, fast zwei Drittel glauben an eine gleichbleibend gute Situation. Von negativen Entwicklungen auf den internationalen Finanzmärkten zeige sich die Exportwirtschaft unbeeindruckt. „Eine schwächere Entwicklung in Europa wird durch Wachstumschancen insbesondere in den BRIC-Ländern – Brasilien, Russland, Indien, China – mehr als kompensiert“, betont Püchel. So verzeichnete das Jahr 2011 im IHK-Bezirk für Essen, Mülheim, Oberhausen mit einer Exportquote von etwa 43 Prozent der Industrieumsätze einen Rekordwert.
Zufrieden mit der Entwicklung ist Burkhard Röhrig, Chef beim mittelständischen Softwaredienstleister Gfos mbH: „2011 konnten wir unseren Umsatz um 25 Prozent steigern. Damit war es sicherlich das erfolgreichste Jahr seit Unternehmensgründung.“ Er ist zuversichtlich, dass seine Firma auch in diesem Jahr an diesen Erfolg anknüpfen kann.
0mitdiskutieren