Essener U-Bahn rammt Bagger - drei Verletzte
12.06.2012 | 15:59 Uhr 2012-06-12T15:59:00+0200
Essen. Der Baggerfahrer, ein viereinhalbjähriges Mädchen und deren Mutter wurden leicht verletzt als eine U17 auf der Margarethenhöhe mit einem Kleinbagger kollidierte. Die Unfallursache war eine Abschleppaktion - der Baggerfahrer wollte einem festgefahrenen LKW helfen.
Am Ende kippte der Bagger um. Doch zuvor hatte die Baggerschaufel die Seite des ersten Zugteils der U17 fast komplett aufgerissen: Gegen 9.10 Uhr kollidierten U-Bahn und Bagger auf der Sommerburgstraße zwischen den Haltestellen Margarethenhöhe und Laubenweg. Viele Passagiere kamen mit einem Schrecken davon. Der Baggerfahrer, ein viereinhalbjähriges Mädchen und deren Mutter wurden leicht verletzt.
„Der Baggerfahrer ist derzeit im Krankenhaus. Auch das Mädchen ist auf dem Weg dorthin, gemeinsam mit ihrer Mutter“, berichtet Feuerwehrsprecher Mike Filzen von vor Ort. Insgesamt befanden sich 17 Menschen im ersten U-Bahnzugteil. Ihnen half die Feuerwehr beim Aussteigen, weil die Trittstufen der Bahn klemmten. Danach musste die Feuerwehr noch das aus dem Bagger auslaufende Hydrauliköl auffangen.
Unfallursache war eine Abschleppaktion
„Der Bagger liegt hier auf einem Parkstreifen. Er gefährdet also den Verkehr nicht und auch keine Fußgänger“, sagt Filzen und ist froh, „Das ist wirklich glimpflich abgegangen. Hier hätte sehr leicht etwas viel Schwerwiegenderes passieren können.“ Übrigens wollte die Feuerwehr den Bagger direkt wieder aufrichten. Doch das wolle die Firma selber erledigen, weiß Filzen.
Knapp anderthalb Stunden nach der Kollision setzte die stark beschädigte U-Bahn zur Fahrt Richtung Betriebshof an. Durch den Unfall kommt es noch zu Verspätungen auf der U17.
Mittlerweile ist auch geklärt, wie es zu dem Unfall kam. "Eigentlich wollte der Baggerfahrer nur einem festgefahrenen LKW helfen und diesen ein Stück abschleppen. Dabei ist die Baggerschaufel unbeabsichtigt in den Bahnbereich der U17 auf der Margarethenhöhe reingeschwenkt“, sagt Polizeisprecher Peter Elke. Der verursachte Schaden an der U-Bahn liegt bei über 300.000 Euro.

11:06
Da konnte die U17 ja nun wirklich nix dafür. Nach der Berschreibung durch den LKW Fahrer/Zeuge würde ich erstmal die Bremsen des Baggers untersuchen. b.z.w den vorher Gesundheitszustand des Baggerfahrers.
16:08
@1,2,diverse
Es ist schon dreist, zu behaupten, die EVAG-Fahrer würden im Vertrauen auf die Rechtsabteilung gezielt Unfällen untätig ihren Lauf lassen!
Das grenzt an üble Nachrede!
manchen Leuten fehlt halt das bischen Hirn, um vernünftige Kommentare zu schreiben
14:21
Wenn der U-Bahn-Fahrer kein "Rot-Signal" überfahren hat, ist die Schuldfrage doch eindeutig klar.
13:45
Umgekehrt wird ein Schuh draus: Was hat der Bagger im Gleisbereich zu suchen? Ist an der Stelle meines Wissens sogar ein bahneigener Gleiskörper! Und dann bringen Sie mal "eben" rund 80 to (2 x 39 to bei einer B-Wagen-Doppeltraktion) zum stehen...!
13:33
stimmt #1
12:50
Die EVAG hat ne gute Rechtsabteilung , das wissen die Fahrer. Wo die Bremse ist, warscheinlich nicht.
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Ich kann Ihren Kommentar nicht ganz nachvollziehen. Da es unwahrscheinlich ist, dass die Bahn den Gleiskörper verlassen hat, wird wohl eher der Bagger das Gleis blockiert haben, und da gehörte er sicher nicht hin... Dem Fahrer der Bahn hier irgendetwas zu unterstellen, ist ziemlich unangemessen...
Sie wissen aber schon, dass Schienenfahrzeuge deutlich längere Bremswege haben als gummibereifte Straßenfahrzeuge...? Eisen auf Eisen hat nicht den besten Reibwert.
Genau. Und weil die Fahrer das so gut wissen, bremsen sie einfach nicht - voll logisch, ej. Wozu auch, haben ja "ne gute Rechtsabteilung".
Mannmann.
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