Essener sollen der Stadt Essen ihre Liebe erklären
26.08.2012 | 06:03 Uhr 2012-08-26T06:03:00+0200
Essen. Wie erklärt man der Stadt Essen am Besten seine Liebe? Das fragen die Essener Marketing GmbH und ein großes Möbelhaus und fordern Bürger, Schulklassen, Kreativschaffende und viele mehr auf, originelle, sympathische und einprägsame Sprüche abzuliefern. Die Kampagne soll das Image der Stadt beflügeln.
Essen ihre Liebe erklären – das sollen alle Bürger, Schulklassen und Kreativschaffende. Es laden ein die Initiatoren eines neuen Wettbewerbs, die Essener Marketing GmbH (EMG) und das Möbelhaus Kröger. Sie hoffen auf jede Menge originelle, sympathische und einprägsame Sprüche.
„Wir wollen die Essener fragen: Warum lebt ihr gerne hier?“ bringt Eva Sunderbrink , Geschäftsführerin der EMG, die Grundidee des Wettbewerbs auf den Punkt. Startschuss der Kampagne ist der 27. August. Dann können alle Interessierten aus den drei Kategorien „Essener Bürger“, „Schulklassen“ sowie „Kreative/Young Professionals“, also Agenturen, Künstler und andere, ihre schönsten Sprüche bis 30. September einsenden. Die Vorlage steht auf der Projekt-Website www.essen-meinestadt.de zum Herunterladen bereit. Wer will, kann sein Motto auch noch mit Collagen oder Fotos versehen.
"Das Image der Stadt beflügeln"
Eine Jury, der Kabarettist Ludger Stratmann vorsitzt, wird nicht nur die ersten drei Plätze der drei Kategorien bestimmen. „Die 30 kreativsten Einsendungen werden vom 15. bis zum 30. September im Foyer des Möbelhauses ausgestellt, wo die Besucher über ihren Publikumsliebling vor Ort abstimmen können“, erläutert Sunderbrink. Sie will „das Image der Stadt beflügeln“, die liebens- und lebenswert sei. Ausgangspunkt des Wettbewerbs war eine repräsentative Umfrage, die die EMG in Auftrag gegeben hatte. „Die hat gezeigt, dass 84,6 Prozent aller Essener gerne in ihrer Stadt leben.“ Zu den Mitgliedern der Jury gehört auch Frank Stenglein, der Leiter der Essener WAZ-Lokalredaktion.
Wie es sich für einen Wettbewerb gehört, wird es auch jede Menge Preise geben. Die neun Jury-Siegersprüche werden auf City-Postkarten gedruckt und im ganzen Stadtgebiet verteilt. „Wer will, kann auch seinen Namen unter den Spruch drucken lassen.“ Der Gewinner der Kategorie „Kreative Teams“, erhält eine eigene stadtweite Werbekampagne: Sein Motiv wird mit Namensnennung in ganz Essen plakatiert. Und für die Erst- bis Drittplatzierten der Kategorie „Essener Bürger“ und „Schulklassen“ gibt es Gutscheine des Möbelhauses Kröger im Wert von 1000 Euro, 500 Euro und 250 Euro.
Möbelgutscheine und andere Preise
Auch der Publikumssieger geht nicht leer aus: „Er kann für 1000 Euro bei uns einkaufen und unter denjenigen, die ihre Stimme abgeben, wird auch noch mal ein Gutschein in Höhe von 500 Euro verlost“, erläutert Reinhard Radmacher. Dem Prokuristen des Essener Möbelhauses freut sich, bei einer „der beliebtesten Maßnahmen in der Stadtentwicklung“ dabei zu sein.
Das traditionsreiche Essener Möbelhaus fühle sich verpflichtet, „das positive Bild unserer Stadt auch über die Grenzen zu transportieren“. Deswegen sind auch ausdrücklich Einwohner der Nachbarstädte eingeladen, ein positives Statement über Essen abzugeben.
Der Wettbewerb „Essen. Meine Stadt. – Eine Liebeserklärung“ wird weitergeführt. 2013 heißt es „Essen. Mein Schatz.“ – Bürger können ihre Lieblingsorte vorstellen.
2014 können unter dem Motto „Essen. Filmreif.“ Videoclips eingesandt werden.
Mit Spannung erwarten die Initiatoren die Einsendungen. „Wir hoffen auf eine ganze Flut“, sagt Sunderbrink. Die schönsten Liebeserklärungen werden am 2. November gekürt: Dann werden die Gewinnersprüche im Möbelhaus bekanntgegeben.

09:55
na gut, essen ich liebe dich!!! *lach*...oh, isch bin ja gar kein essener
13:03
Die Stadtverwaltung macht es jedem Bürger schwer, doch geht es hier um andere Dinge. Trotz manch negativer Entwicklung wie unten schon angesprochen gibt es auch positive Dinge zu berichten und ich denke wie immer im Leben hängt es vom Blickwinkel eines jeden Einzelnen ab, wie er was beurteilt. Familien haben andere Bedürfnisse als Alleinstehende und ein Bürger im Süden oder beispielsweise Schönebeck, Bedingrade, Frintrop wird seine Stadt zufriedener beurteilen als jemand im Essener Norden. Ich wohne im Süden mit seinen vielen Freizeit- Erholungseinrichtungen. Das Gastronomie- und Kulturangebot ist gut, Ausgehen und Schoppen in der City und RÜ möglich, ohne zwingend die Stadt verlassen zu müssen. Von meinem Standpunkt aus gesehen ist Essen eine attraktive Stadt, in der es sich gut leben läßt. Allerdings muß, und darum geht es hier, dringend was an der Außendarstellung getan werden. Ich erwarte auch ein Konzept zur Bevölkerungsentwicklung (Einwohnerschwund etc.) und Haushaltssanierung.
12:48
Damit ist sicherlich nicht die Stadtverwaltung gemeint, der wir die Schließung von Einrichtungen oder das ungepflegte Grün respektive den Müll an vielen Ecken zu verdanken haben. Dass die Stadtkasse kaum Geld hat, um Einrichtungen und Immobilien regelmäßig Instand zu halten und die Flächen zu pflegen, ist jedem klar, doch ändert dies nichts daran, das sie hierfür durch ihre haarsträubende Ausgabepolitik die Verantwortung trägt. Bürgerfreundlich ist das nicht. Sorgen macht auch die Veränderung der Bevölkerungsstruktur (ältere Menschen, arme Menschen, Migranten), einer sinkenden Kaufkraft und eine Zunahme von kriminellen Organisation gewisser Bevölkerungsgruppen. Offensichtlich sind hier Stadt und Staat machtlos. Leider spielt auch die Politik der Sozialleistung durch den Bund Essen und anderen Ruhrstädten übel mit. Arme Städte mit einem hohen Aufwand an Sozialleistungen werden so noch mehr belastet.
09:18
Liebe...das war mal...
Vollste Zustimmung zu Tulpes Kommentar!
solange sich nicht folgendes deutlich verbessert, ist an gar Sypmathie nicht mal zu denken:
- markant verbesserte Kinderfreundlichkeit, Betreuungsangebote, saubere u. modernisierte Spielplätze, KIGA, KITAs, Schwimmbäder, Bibliotheken...etc.
- bessere Schulbedingungen, Investitionen in die Uni und klares Bekenntnis zur Förderung und Investition in die kommende Generation!
- Masterplan für eine zukunftsorientierte Stadtentwicklung
- Förderung von Zuzug qualifizierter Leute durch entsprechende Wirtschaftspolitik
Solange hier kein Ruck durch die Stadt geht (vielleicht im Rahmen des groß angekündigten Strategie2030 Projektes der Stadt Essen), ist die Stadt für mich eine überalternde und qualitativ zunehmend unattraktivere Stadt. Mittlerweile sind zudem fast 90% der ehem. Schulfreunde weggezogen und genau dies ist symptomatisch....
Vielleicht reden wir über die Aktualität der Überschrift noch in 10 Jahren....
12:19
Liebe Stadt Essen, soll dies ein Scherz sein? Ihr stellt euch als Kinder freundliche Stadt dar, wo denn bitte? Der Gervinuspark ist das reinste Hundeklo, da hält man es an warmen Tagen vor Gestank nicht aus. Spielplätze sind zu gewuchert vor Unkraut, Schwimmbäder geschlossen usw.
Auch das Parkplatzproblem bezieht sich nicht nur auf Rüttenscheid, Borbeck ist genau so betroffen, dort gibt es noch nicht mal Anwohnerparkplätze. An Marktagen oder Festtagen muss man als Anwohner immer mit einem Knöllchen rechnen, man kann sein Auto ja schließlich nicht mit in die Wohnung nehmen. Und wenn Baustellen eingerichtet werden, wo die Paar freien Parkplätze gesperrt werden, bekommt man keine Alternative, im Gegenteil-merkwürdiger weise kommen die Politessen dann noch öffter. Klar die Stadt wird das jetzt bestreiten-aber als Anwohner ist man ja nicht blind.
Aber macht weiter so, fahre ich eben in eine andere Stadt in deren Schwimmbad mein Geld ausgeben. Nein, Essen ist nicht das was es mal war.
19:48
Gute Idee.
Aber zunächst sollte die Stadt Essen ihren Bürgern ihre Liebe erklären.
19:35
1. Warum sollte man der EMG die Arbeit abnehmen, für die sie selbst geschaffen wurde.
2. Herr Stratmann wohnt in Bottrop und ist Fan eines Vereins aus Gelsenkirchen. In Essen verdient er nur sein Geld und das z.T. bei einem Möbelhaus, das natürlich mit im Bunde ist.
Man sollte die EMG ersatzlos abschaffen!
16:09
Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.
15:37
Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.
15:09
Habe beschlossen fürs nächste Jahr keine Abgaben zu leisten, da man meine Liebe zur Stadt mit keinem Geld der Welt bezahlen kann. Die im Rathaus werden es bestimmt verstehen.