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Essener Shisha-Bars ringen wegen Rauchverbot um ihre Existenz

22.05.2013 | 00:18 Uhr
Essener Shisha-Bars ringen wegen Rauchverbot um ihre Existenz

Essen.  Seit der Einführung des Nichtraucherschutzgesetztes stehen die Wasserpfeifen in Shisha-Bars fast ungenutzt in der Ecke. Denn Ausnahmen des Rauchverbots gibt es für sie bis jetzt nicht. Essener Shisha-Bar-Betreiber bangen um ihre Existenz: Das Rauchen gehört zum Konzept - jetzt bleiben die Gäste aus.

„Stellen Sie sich vor, Sie haben Appetit auf einen Döner, aber bekommen ihn in einer Dönerbude nicht mehr“, vergleicht Nihat Gümüs, denn: „Genauso ist das in einer Shisha-Bar, in der nicht mehr geraucht werden darf “, empört sich der Inhaber der Shisha-Bar ‚Mandalay’ in der Innenstadt.

Für nichts anderes kämen die Gäste schließlich zu ihm. Oder besser gesagt: kamen. Denn seit dem 1. Mai kann Gümüs seine Gäste an einer Hand abzählen; bangt um seine Existenz. „Hätte ich geahnt, dass das Gesetz auch für Shisha-Bars so konsequent umgesetzt wird , hätte ich damals nicht so viel Geld in meinen Betrieb gesteckt“, klagt der Gastronom.

Mit seiner Wut und seinen Bedenken steht er nicht alleine da. Talay Gürsel betreibt seit knapp zwei Jahren seine Shisha-Bar „Butterfly“ in Holsterhausen; investierte alleine schon knapp 3000 Euro für die Anschaffung der Wasserpfeifen , die seit ziemlich genau zwei Wochen fast ungenutzt in der Ecke stehen. Um sich finanziell über Wasser halten zu können, hofft er zunächst einmal auf besseres Wetter, so dass seine Gäste den Außenbereich zum Shisha-Rauchen nutzen können, aber selbst darauf ist derzeit kein Verlass.

Getränke-Umsatz reicht in Shisha-Bars nicht aus

„Wenn es so weitergeht und das Gesetz für Shisha-Bars nicht irgendwann gelockert wird, dann kann ich zumachen“, bedauert Gürsel, denn mit Getränken alleine könne er die Einnahmeeinbußen nicht ausgleichen. Getränke gebe es ja überall - mit seiner Shisha-Bar hätte er sich bislang gut von anderen Betrieben abheben können. Jetzt aber hat der 30-Jährige Zweifel, dass es seinen Laden im Winter noch geben wird. Ein anderes Konzept komme für ihn nicht in Frage; dafür fehle ihm das nötige Kapital.

Bei der Stadt sei man sich zwar über das Problem bewusst, aber einen wirklichen Rat hat man für die Shisha-Bar-Betreiber auch nicht. Wie auch, denn: „Solange der Landtag, nicht über eine Ausnahmeregel oder eine Lockerung entscheidet, gilt ‚kein Rauch’ in allen gastronomischen Betrieben“, so Stadtsprecher Stefan Schulze. Schließlich, so erklärt auch Nalan Öztürk, die stellvertretende Sprecherin beim Gesundheitsministerium, handele es sich bei den Shisha-Bars auch immer um Schankwirtschaften.

Fatih Ücüncü versucht es jetzt mit einem anderen Konzept. Der Betreiber der (ehemaligen) Shisha-Bar „Remembar“ gegenüber der Universität bietet seinen Gästen ab sofort auch Speisen an. Bislang machte er 70 Prozent seines Umsatzes mit den Wasserpfeifen; ob die Gäste und Liebhaber des Shisha-Rauchens zukünftig zum Essen kommen, steht allerdings noch in den Sternen. „Mal abwarten, wie es weitergeht“ - zuversichtlich hört sich Ücüncü dabei nicht an.

Julia Witte



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Kommentare
Kommentare
18.06.2013
00:10
Essener Shisha-Bars ringen wegen Rauchverbot um ihre Existenz
von Karlot | #29

@DerUschi

Demnächst kann man auch ohne Lärm Opernvorstellungen besuchen, da im Theater das Singen verboten wird.

Nichtrauchen mindet in der Tat die Denkfähigkeit.

18.06.2013
00:08
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Name von Moderation entfernt | #28

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18.06.2013
00:05
Blockierter Kommentar.
Name von Moderation entfernt | #27

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18.06.2013
00:03
Blockierter Kommentar.
Name von Moderation entfernt | #26

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24.05.2013
08:49
Essener Shisha-Bars ringen wegen Rauchverbot um ihre Existenz
von putti | #25

Diese Bars braucht kein Mensch

1 Antwort
Essener Shisha-Bars ringen wegen Rauchverbot um ihre Existenz
von lausitzer | #25-1

Und Sie legen fest, was Mensch braucht oder was nicht?
Es gibt vieles, was kein Mensch braucht. Schaffen wir das alles ab? Oder nur das, was Sie für überflüssig halten?

24.05.2013
08:47
Essener Shisha-Bars ringen wegen Rauchverbot um ihre Existenz
von putti | #24

Gut

1 Antwort
Essener Shisha-Bars ringen wegen Rauchverbot um ihre Existenz
von putti | #24-1

Sorry, dieses Gut bezieht sich auf den Beitrag 14

24.05.2013
02:00
Essener Shisha-Bars ringen wegen Rauchverbot um ihre Existenz
von Alikante | #23

Dann gründen wir einen Nichtraucherclub , wo Raucher gerne zum Nichtrauchren eingeladen werden und von Nichtrauchern betreut werden.

23.05.2013
21:26
Essener Shisha-Bars ringen wegen Rauchverbot um ihre Existenz
von Herby52 | #22

Ich würde doch gerne mal die vielen Nichtraucher sehen, die in eine Shisa-Bar gehen, weil dort jetzt ja nicht mehr geraucht wird.
Aber den militanten Nichtraucher, geht es ja nicht darum, dass er dort hingeht, sondern darum, dass er dort hin gehen kann. Dies wird er allerdings nie machen wird, denn was soll er denn dort?

23.05.2013
16:04
Essener Shisha-Bars ringen wegen Rauchverbot um ihre Existenz
von boehmann | #21

Nach dem Verbot des öffentlichen Alkoholkonsums muß nun noch der öffentliche Tabakkonsum gesetzlich geregelt werden, um den Nichtraucherschutz und die Gesundheit der Raucher zu gewährleisten.

23.05.2013
15:35
jaja die Butterfly-Bar...
von Finnjet | #20

...und 3.000 € für die Wasserpfeifen ausgegeben? Geld wäre besser in anständige Sitzgelegenheiten ausgegeben worden und nicht höchstens 500 € für selbstgezimmerte "Sofas" aus Baumarkt-Sperrholz. Das Ambiente alleine schreckt mich schon ab, aber vielleicht haben manche Leute halt andere Vorstellungen von Gemütlichkeit.

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