Essener Serienräuber soll weitere Straftaten begangen haben

Die Polizei Essen hat am Dienstag einen Serienräuber gefasst.
Die Polizei Essen hat am Dienstag einen Serienräuber gefasst.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Die Polizei hat am Dienstag nach kurzer Foto-Fahndung einen Serienräuber festgenommen. Auf das Konto des Esseners (31) sollen mindestens zehn Überfälle gehen.

Essen.. Der Fall des Serienräubers, den SEK-Beamte am Dienstag in einem Hotel in der Essener Innenstadt festgenommen haben, zieht offenbar weitere Kreise: Der Mann könnte noch weitere Straftaten verübt haben, teilte die Polizei am Mittwoch mit.

Nach bisherigen Ermittlungen der Polizei soll der 31-Jährige auch für einen versuchten Raub an der Rathenaustraße verantwortlichen sein. Die Fahnder sind sich sicher, dass der gebürtige Essener dort am Montagabend an einem Nachttresor versuchte, zwei Angestellte zu überfallen, die gerade die Tageseinnahmen ablieferten. Dies gelang dem 31-Jährigen jedoch nicht, da das Geld bereits im Nachttresor verschwunden war.

Der Mann war erst am 2. Januar nach einer siebenjährigen Haftstrafe aus dem Gefängnis entlassen worden. Bereits zwei Tage später wurde er auffällig, als er einen Beamten angriff. Am 12. Januar soll er seine Raub-Serie mit einem Überfall auf einen Lebensmittelmarkt an der Schnabelstraße gestartet haben.

Öffentliche Fahndung mit Foto führte zum Erfolg

Die Polizei fahndete am Dienstag mit einem Foto öffentlich nach dem Mann. Unsere Redaktion berichtete kurz darauf in unserem Nachrichtenportal und im sozialen Netzwerk Facebook über den Fall. Ein Leser erkannte daraufhin am frühen Dienstagabend in einem Hotel in der Essener Innenstadt den 31-Jährigen und rief die Polizei.

Insgesamt sollen mindestens zehn Raubüberfälle – auf Lebensmittelgeschäfte, einen Tabakwarenladen und eine Spielhalle – auf das Konto des 31-Jährigen gehen, so der bisherige Ermittlungsstand der Polizei. Es sei jedoch nicht auszuschließen, dass der Mann noch weitere Straftaten verübt hat.

Laut Polizei soll der 31-Jährige nach am Mittwoch in die Justizvollzugsanstalt gebracht werden.