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Essener Schulen suchen Experten aus der Wirtschaft

03.03.2016 | 14:00 Uhr
Essener Schulen suchen Experten aus der Wirtschaft
Wollen vom Ruhrturm aus Bildungsprojekte in ganz Deutschland anstoßen, wobei die „Senior-Experten“ schon viele Jahre erfolgreich laufen: Christina Tenhaeff (links) und Janine Nixdorf. FFoto: o.h.

Essen.  Bildungsgenossenschaft im Ruhrturm will pensionierte Führungskräfte mit Schulleitern zusammenbringen. Die „Senior-Experten“ sollen beratend tätig sein

Schulleiter sind nicht nur Pädagogen, sie müssen auch Manager sein. Seit elf Jahren gibt es das Projekt „Senior-Experten“, das zunächst landesweit und mittlerweile in ganz Deutschland pensionierte Führungskräfte mit Pädagogen zusammenbringt, die die Geschicke einer Schule zu leiten haben.

„Die Themen Schule und Leitung werden immer komplexer“, sagt Christina Tenhaeff. Sie leitet die „Bildungsgenossenschaft“, die seit kurzer Zeit im Ruhrturm sitzt, der früheren Ruhrgas-Zentrale an der Huttroper Straße. Die „Bildungsgenossenschaft“ ist aus der Düsseldorfer Stiftung „Partner für Schule“ hervorgegangen und will als gemeinnützige Genossenschaft bundesweit Bildungsprojekte an den Start bringen oder erfolgreiche Aktionen – wie die „Senior-Experten“ – fortsetzen.

Zu Spitzenzeiten ließen sich rund 300 Schulen in NRW von pensionierten Führungskräften beraten. Jetzt werden sowohl neue Ehrenamtliche gesucht, die sich für das Schulwesen interessieren, als auch Schulen, die erkennen, dass ein Blick von außen manchmal hilft: „Wenn Schulleitungen alleine sind mit ihrem Denken, dann ist es wichtig, dass sie jemanden haben, mit dem sie sich austauschen können.“ Dass ehemalige Führungskräfte aus der Wirtschaft in der Regel wenig vertraut sind mit den Behördenstrukturen, in denen Schulen stecken, sei dabei kein Nachteil, sondern gut: „Der unverstellte Blick hilft in der Regel immer“, sagt Christina Tenhaeff. Was interessierte Kandidaten mitbringen müssten, sei „lediglich Lust auf die Aufgabe und ein wenig Zeit“.

Besonders im Fokus stehen weibliche „Senior-Experten“, von denen es bislang einfach zu wenig gebe: „Frauen in Führungspositionen gibt es noch nicht so lange, entsprechend wenige sind schon im Pensionierungs-Alter“, sagt Christina Tenhaeff. Entsprechend rar und begehrt seien solche Kandidatinnen.

„Senior-Experten“ helfen Schulleitern dabei, zum Beispiel Leitbilder fürs eigene Haus zu entwerfen, die Schulentwicklung voranzutreiben, Öffentlichkeitsarbeit zu verbessern oder Aktionen zu starten, die im Sinne von Schülern und Eltern sind. Im Essener Stadtgebiet hat es bereits viele Schulen gegeben, die sich beraten ließen oder noch immer einen „Senior-Experten“ an ihrer Seite haben.

Zu den weiteren Projekten, die die Bildungsgenossenschaft vorantreibt, zählt derzeit der Wettbewerb „Wir haben Energie“, der maßgeblich von der NRW-Bank unterstützt wird. Schulen konnten ihre Aktionen für Umweltbewusstsein und Energie-Ersparnis vorstellen. In der nächsten Woche fällt die Entscheidung, auch zwei Essener Schulen sind nominiert.

Martin Spletter

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2016-03-03 14:00
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