Essener Schrotthaus-Vermieter sieht sich als Opfer

Ein Ärgernis im Quartier: In den Problemhäusern Palmbuschweg 121 bis 129 sowie Rahmstraße 107 bis 113 gibt es regelmäßig Müllprobleme.
Ein Ärgernis im Quartier: In den Problemhäusern Palmbuschweg 121 bis 129 sowie Rahmstraße 107 bis 113 gibt es regelmäßig Müllprobleme.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
  • Problemhäuser am Palmbuschweg/Rahmstraße seit Wochen in Schlagzeilen
  • Vermieter der Schrotthäuser äußert sich jetzt
  • Hauseigentümer sieht Schuld bei Mietern

Essen.. Die Problemhäuser im Altenessener Quartier Palmbuschweg/Rahmstraße – im Volksmund „Lawrenz-Häuser“ – stehen seit geraumer Zeit in den Schlagzeilen. In massiven Beschwerden der Nachbarn ist die Rede von zugemüllten Hinterhöfen und Kellern, von Sperrmüll auf Gehwegen, von Matratzenlagern und Rattenplagen. Jetzt hat Hauseigentümer Ernst Lawrenz, in Schonnebeck Inhaber eines Unternehmens für „Omnibusreisen, Reisebüro, Bau- und Brennstoffe, Transporte, Kfz-Instandsetzung, Ersatzteile“ auf die Vorwürfe reagiert. Die Berichte über „unsere Besitzungen Essen-Altenessen“ kritisiert er als „rufschädigend“.

In seiner Stellungnahme heißt es:

„Sie haben uns in Zusammenhang gebracht mit Schleppern und Geldeintreibern, die pro Person und Tag 15 bis 20 Euro, das sind ca. 450 bis 600 pro Monat, kassieren. Das ist in keinem einzigen Fall geschehen.

In einem (nicht der schlimmste Fall!) hat ein Syrer eine 1 ½ -Raum-Wohnung gemietet. Er hat für diese Wohnung 230,50 Euro + 30 Euro = 260,50 Euro bezahlt. Aber nur sechs Monate und dann nicht mehr.

Als er dann ‘eine Fliege gemacht hat’, gab er die Wohnungsschlüssel, ohne unser Wissen und ohne Vertrag, an andere weiter. Andere Hausbewohner beklagten, es würden ständig ca. sechs bis sieben Personen dort wohnen. In den Augen vieler Leser haben wir entsprechend ca. 2500 bis 3500 Euro pro Monat für diese kleine Wohnung kassiert.

Problemhaus Das ist eine Verleumdung. Die Polizei zog erfolglos wieder ab. Nach deutschem Recht können die Mieter soviel Besuch empfangen, wie sie wollen.

Bei der Kontrolle soll der frühere Mieter anwesend gewesen sein. Er habe sich mit seinem alten Mietvertrag, den er nicht zurückgegeben hat, als Mieter ausgewiesen.

Die ‘Neumieter’ mit den ‘neun Matratzen’ im Haus Palmbuschweg 121 sind im zweiten Obergeschoss links in eine 1 ½ -Raum-Wohnung eingebrochen und sind ohne Vertrag und ohne unser Wissen eingezogen.

Die Polizei ist nicht bereit, uns zu helfen und die geraubte Wohnung zu räumen.“