Essener Restaurant bietet exotische Krabbeltiere als Snack an
24.01.2013 | 19:11 Uhr 2013-01-24T19:11:00+0100
Essen. Das Dschungelcamp lässt grüßen: Das Restaurant Mongo's in Essen bietet derzeit Insekten und Mehlwürmer als kostenlosen Snack an. Die Redaktion fand: Das können unsere Praktikantinnen doch mal ausprobieren.
Was muss man können als Journalist oder Journalistin? In der Lokalredaktion sammeln Laura Senkbeil (19) und Joelle Flöther (15) derzeit erste Erfahrungen. Wichtig ist, dass Journalisten nicht nur neugierig sind, sondern sich auch mal ungewöhnliche Sachen trauen. Mut ist eine journalistische Tugend – Laura und Joelle haben es gleich ausprobiert. Lesen Sie hier ihren Erfahrungsbericht.
Auf dem Weg zum Restaurant haben wir uns viele Gedanken darüber gemacht, was uns wohl erwarten wird. Unseren ersten Kontakt mit Mehlwürmern und Co. hatten wir als kleine Kinder, als wir unsere Hamster oder Wüstenrennmäuse gefüttert haben. Doch jetzt sollten wir selber ‘ran – auf was hatten wir uns da nur eingelassen!
Tiefgefroren und dann frittiert
Im „Mongo’s“ angekommen, wollten wir erstmal wissen, wie die Tiere zubereitet werden. Wir lernten: Die Krabbeltiere werden lebendig geliefert, kommen dann fünf Stunden in den Tiefkühler, anschließend werden sie im Backofen kurz erhitzt. Dabei, und als wir das erfahren, sind wir ganz erleichtert, werden mögliche Krankheitserreger abgetötet. Um die Insekten schön kross zu machen, werden sie nach dem Aufbacken frittiert.
Wir bekamen serviert: drei Heuschrecken, eine Handvoll Mehlwürmer und ein Dutzend Grillen mit dunkelbrauner Barbecue-Soße. Mal abgesehen davon, dass unser Essen aussah, als würde es gleich wegkrabbeln, war es sehr hübsch angerichtet – der Tellerrand war mit exotischen Früchten garniert. Uns wurde trotzdem mulmig: Jetzt gab es kein zurück mehr!
Man spürt die Beinchen und Fühler auf der Zunge
Stäbchen in die Hand, Wasser zum Nachspülen in Greifweite – und dann: „Eins, zwei drei“ – ab in den Mund.
Nachdem ein leichter Ekel und Hemmungen überstanden waren, entkrampften sich unsere Gesichter wieder – wir guckten uns überrascht an: Die Heuschrecken schmecken ja wie Erdnuss-Flips!
Die Mehlwürmer dagegen erinnerten geschmacklich an Kartoffelchips. Selbst die Grille, die äußerlich der heimischen Stubenfliege sehr ähnelt, war nicht so ekelig, wie sie aussah. Alle Tiere haben keinen sonderlich deutlichen Eigengeschmack. Gewöhnungsbedürftig ist, dass man die Viecher auf der Zunge spürt – die Beinchen, die Fühler, die harten Krusten.
Im „Mongo’s“ überlegt man angeblich, die Insekten dauerhaft auf die Speisekarte zu setzen. Die Werbe-Aktion läuft jetzt erst mal nur bis Sonntag. Für uns steht fest: Dieses eine Mal hat gereicht! Als Dschungel-Königinnen haben wir uns aber qualifiziert, finden wir.

20:54
Die Menschen werden immer perverser...hauptsache es bringt Geld, man kommt in die Presse...man kann gar nicht soviel essen wie man kotzen moechte...
18:39
Nun kann man zwar sagen: Jeder wie er mag.
Nur habe ich ganz sicher NULL Bock im ziemlich teuren Mongos mir was zu bestellen und zuzugucken wie am Nachbartisch irgendein Käferkram gegessen wird.
Und zweitens kann mir niemand auch nur einigermaßen plausibel erklären, wie man in einem vollen Massenbetrieb in der Küche diese Lebensmittel sauber voneinander getrennt halten will. Da wird doch Kochgeschirr wild durcheinander benutzt und Messer und Teller fliegen hin und her. Da schneidet einer die Würmer klein und anschließend das Gemüse mit dem selben Messer.
Und wenn das Getier auch noch lebend geliefert wird, kann mir ebenfalls keiner erzählen, daß davon nicht etwas entkommt und sich in der Küche selbständig macht.
Was hat die im Mongos bloß geritten, wegen eines kurzen Medien-Hypes die gesamte Reputation das Klo runterzuspülen?
16:21
Der Mensch hat alles im Überfuss! Muss er dann noch pervers werden????
Natürlich Überfluss!
15:42
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15:34
Hab auch noch so kleine Krabbeltierchen zu verschenken. Die gemeine frittierte Küchenschabe.
15:19
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06:08
dann mittels Tiefkühlung zu töten.
Für mich ist das Mongos gestorben.
Macht dem Mongos vermutlich nicht, weil der Laden immer ausgebucht ist, aber ich halte die ganze Aktion für einen Marketinggag. Aber für eine Marketinggag sollten keine Lebewesen umgebracht werden. Das Gleiche gilt übrigens auch für die Ekelprüfungen im Dschungelcamp. Das sind jetzt das Mongos und RTL auf Augenhöhe.
n (nicht vegetarisches) Restaurant, das keine umgebrachten Lebewesen verkaufen soll???
Nun gut, das schreit ja fömlich nach PVC-Schnitzel und Analogkäse...
Es geht nicht ums Töten, sondern um die Art des Tötens.
Wo bleibt der engagierte Einsatz von PETA? ;-)
dann lieber Massentierhaltung und Fabrikschlachtungen. Das ist ethisch viel besser. Irgendwie krieg ich gerade Lust auf ein halbes Hähnchen.
zool | #1-4, das gibt eine anzeige beim örtlichj Tierschutzverein.
Sie Hähnchenmörder ;))
zool | #1-4, das gibt eine Anzeige beim örtlichen Tierschutzverein.
Sie Hähnchenmörder ;))