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Essener Messen sind ein Erfolg für Stadt und Wirtschaft

05.06.2013 | 18:21 Uhr
Essener Messen sind ein Erfolg für Stadt und Wirtschaft
Fachmessen wie die Metpack sind das finanzielle Rückgrat der Messe. Die Publikumsmessen bringen Aufmerksamkeit und Image.Foto: Rainer Schimm/Messe Essen

Essen.  50 Messen und Ausstellungen gibt es auf Essener Stadtgebiet. Mit dabei sind Exoten wie Metpack oder Giganten wie "Schweißen und Schneiden". Industrie-Fachmessen mit Hunderten von Ausstellern sind die wirtschaftlich erfolgreichsten Veranstaltungen. Wir geben einen Überblick.

Wer hätte gedacht, dass Essen eine Pilgerstätte ist. Aus aller Welt kommen die Menschen in die Stadt. Etliche aus touristischen Gründen: Villa Hügel, Folkwang, Baldeneysee. Viele auch um einzukaufen.

1,4 Millionen Menschen aber steuern jährlich ein paar Quadratkilometer entlang der Norbertstraße an. 50 Messen und Ausstellungen werden dort jedes Jahr veranstaltet. Und je spezieller das Thema, desto größer scheint die Internationalität zu sein. Aus 102 Ländern kamen Aussteller und Besucher 2011 zur Metpack, der weltweit zentralen Messe der Metallverpackungsbranche.

Publikumsmessen sorgen für Aufmerksamkeit

Leitmesse heißt so etwas. Es gibt deren zwölf in Essen: für Exoten wie die Metpack und für Giganten wie die „Schweißen & Schneiden“, die mit 61 Jahren die traditionsreichste ist. Industrie-Fachmessen wie sie mit Hunderten von Ausstellern sind die wirtschaftlich erfolgreichsten Veranstaltungen, das finanzielle Rückgrat.

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Publikumsmessen sorgen für Resonanz und breite Aufmerksamkeit. „Das ist der Erfolg des Standorts. Die Mischung aus internationalen Weltleitmessen und hervorragenden Publikumsmessen“, sagt Messe-Chef Egon Galinnis in einer Art und Weise, die verrät, warum er das Messewesen als Mix aus Marketing und Verkauf versteht. Klappern gehört zum Handwerk.

Spezialisten aus der ganzen Welt kommen ins Ruhrgebiet

Mit den Füßen stimmen die meisten Besucher für das Thema Auto ab. Fast 350.000 Gäste wollten im Vorjahr die runderneuerte Motormesse sehen. Und fast 200.000 Gäste sind diesmal neugierig auf die Techno-Classica gewesen. Alles rund um vier Räder ist ein Renner am hiesigen Messestandort. Damit sind sie irgendwie auch die erfolgreichsten Veranstaltungen.

Und dann wieder auch nicht. Wenn Messe-Sprecherin Gabriele von Graes etwa über die Metpack spricht, dann gerät sie geradezu ins Schwärmen. „Die finde ich faszinierend.“ Alle drei Jahre pilgern Spezialisten aus der ganzen Welt ins Ruhrgebiet, um die neusten Trends von der Dose bis zum Ölfass zu sprechen. Nirgendwo sonst auf der Welt gibt es in der Branche ein Treffen von ähnlicher Bedeutung.

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Kommentare
06.06.2013
23:15
Essener Messen sind ein Erfolg für Stadt und Wirtschaft
von elsper | #3

Essens Messen waren immer ein Plusgeschäft für Essen. Wenn allerdings verpaßt wird zu modernisieren und zu vergrößern wandern die Messen ab. Das muß jetzt wieder in die andere Richtung gehen damit unsere Gastronomen auf der RÜ und die Hotels und Geschäfte besser laufen. Wer will schon in einer unbedeutenden reinen Schlafstadt wohnen?

06.06.2013
22:22
Essener Messen sind ein Erfolg für Stadt und Wirtschaft
von SachkundigerBuerger | #2

Ist ja toll dieser bestellte Lobgesang. Das Ganze kostet nicht nur die 123 Millionen mehr städtische Schulden( jede Wette, dass es mehr als das Doppelte wird) für die sogenannte "Ertüchtigung", faktisch ein halber Neubau, sondern auch jährlich mindestens 15 Millionen Zuschuss. Das sind in 20 Jahren weitere 300 Millionen verbranntes Geld, was wir nie wiedersehen werden. Toller Erfolg für Stadt und Wirtschaft.

05.06.2013
22:45
Essener Messen sind ein Erfolg für Stadt und Wirtschaft
von michelino | #1

Diese Fakten/Zahlen lesen sich angesichts der bescheidenen Mittel von Messe und Stadt gut. Mit der Ertüchtigung des Ausstellungsgeländes sollte es der Messegesellschaft gelingen, den Standort unter den Top Ten zu halten und vielleicht sogar um ein zwei Plätze zu verbessern. Im regionalen Vergleich unterstreicht Essen damit seine Stellung als wirtschaftskräftiges, internationales Zentrum des Ruhrgebietes und darf daraus resultierend auch die mit Abstand meisten Touristen im Jahr begrüßen.

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