Essener Karnevalisten mit Session sehr zufrieden

Der Rosenmontagszug in der Essener Innenstadt.
Der Rosenmontagszug in der Essener Innenstadt.
Foto: WAZ
Was wir bereits wissen
EBE konnte Narrenmüll zügig beseitigen. Rettungsdienste bilanzieren ruhige Züge. Karnevalisten erfreut über Rückkehr des Freisenbrucher Zugs.

Essen.. Wo am Montagnachmittag in der Innenstadt noch der „Mob am Toben“ war und tonnenweise Süßigkeiten flogen, herrschte gestern wieder Ordnung. Die Entsorgungsbetriebe Essen (EBE) hatten entlang der Straßen des Rosenmontagszugs durch Rüttenscheid ganze Arbeit geleistet und den Müll zusammengekehrt und beseitigt. „Auch wir haben von den guten Bedingungen profitiert. Es war trocken und nicht zu kalt. Da können wir problemlos unsere Kehrmaschinen einsetzen“, erklärte EBE-Sprecherin Bettina Hellenkamp das Vorgehen. 100 Mitarbeiter waren Rosenmontag im Einsatz, über 40 Fahrzeuge wurden über Straßen und Gehsteige geschickt und sammelten tonnenweise Karnevalsmüll ein. „Es herrschte zügig wieder Ordnung“, so Hellenkamp.

Zum harmonischen Gesamtbild passte auch die Bilanz der Rettungsdienste, die in der Innenstadt und in Kupferdreh im Einsatz waren. „Zwei Notarzteinsätze und zehn kleinere Hilfeleistungen“, notierte das DRK bei den 50 000 Besuchern in Kupferdreh. Dort waren ebenso 60 Helfer im Einsatz, wie auch in Rüttenscheid. „Auch bei uns ist bei fast doppelt so vielen Leuten in der Innenstadt alles im Rahmen geblieben“, sagte Stefan Weiser, Einsatzleiter der Malteser, die dort traditionell die Zugbegleitung übernehmen. Sieben Jecken mit Blessuren mussten in Krankenhäuser gebracht werden. Zwei Personen wurden in einer eigens eingerichteten Trunkenen-Sammelstelle versorgt. „Da reden wir bei weiteren Veranstaltungen in Essen aber von ganz anderen Dimensionen“, blickte Stefan Weiser auf seine jahrzehntelange Veranstaltungs-Erfahrung in der Stadt.

Einzig am Ende des Zuges in der Innenstadt gab es einige Probleme organisatorischer Art. An der Ecke Rolandstraße und Huyssenallee, wo die Karnevalisten ihre Festwagen verließen, kam es zum Stillstand. Im Rückstau warteten dann die folgenden Fahrzeuge im Dutzend die Huyssenallee hoch. Im Vorjahr war das alles noch flüssiger gelaufen, als der Zug erst auf der Südseite des Bahnhofs (am Busbahnhof) nach und nach aufgelöst wurde.

„Insgesamt sind wir aber sehr zufrieden“, betonte gestern Patricia Adamski, Geschäftsführerin des Festkomitee Essener Karneval, in dem die 40 Gesellschaften der Stadt und deren knapp 5000 Mitglieder organisiert sind. Aus Festkomitee-Sicht neben dem reibungslosen Ablauf der großen Züge am Rosenmontag, besonders erfreulich: Die Rückkehr des Umzugs in Freisenbruch, der nach vier Jahren Pause wieder durch den Stadtteil zog. „Ein schönes Comeback“, so Patricia Adamski, die zum Sessionsende gestern fleißig im Einsatz war. Bei ihrer KG Hahnekopp in Frohnhausen stand der Stangenlauf an. Am späten Abend wurde dann der Bacchus beerdigt. „Da werden wie in den Vorjahren Tränen fließen“, sagte Adamski. Am heutigen Aschermittwoch steht bei vielen der 40 Gesellschaften das traditionelle Fischessen an.