Essener Handball zeigt sich von seiner besten Seite

Als alles weggeräumt und der Besen aus der Hand gelegt war, konnten Handball-Kreisvorsitzender Stephan Sülzer und seine Mitstreiter durchatmen: geschafft!

Im Werdener Löwental zeigte sich der Essener Handball von seiner besten Seite. Grandiose Spannung, speziell im Halbfinale der Herren, volle Tribünen, unzählige Kinder, für die Handball „der“ Sport ist. Weit über 1000 Zuschauer bewiesen den Verantwortlichen, dass sie mit der Idee genau richtig lagen, dem Dornröschenschlaf des Handballs mit diesem „Final4“ ein Ende zu bereiten.

Die vier besten Teams kämpften um den Kreispokal. Am Ende siegten die Favoriten, bei den Damen sehr deutlich, bei den Herren etwas weniger. Wer sich von den spannenden Spielen ein wenig erholen musste, konnte sich informieren, in einem der Shops stöbern, eine Wurst verputzen oder ein Bierchen zischen.

Die DJK Grün-Weiß Werden war bei diesem tollen Event gleich dreimal vertreten: Die Damen der HSG Werden/Phönix mussten zwar ohne etliche Leistungsträgerinnen antreten, konnten sich aber auf die Spielerinnen der Reserve verlassen. In einem guten Match wurde der zukünftige Ligakonkurrent SG ETB/Altendorf mit 22:17 besiegt.

Platz zwei für HSG Werden/Phönix

Das sonntägliche Endspiel gegen den Oberligisten SG Überruhr - mit einem 50:11 Sieg im Halbfinale - war nicht zu gewinnen, es ging nur um die Höhe der Niederlage. Hier verkauften sich die Schützlinge von Trainer Andre Gutjahr gut, mussten aber beim 17:41 die Überlegenheit des besten Essener Teams akzeptieren. Platz zwei war auch schon ein guter Erfolg.

Bei der Ehrung aller Jugend-Kreismeister stand auch eine Mannschaft mit grün-weißem Outfit auf dem Siegertreppchen: Die E-Jugend der DJK Grün-Weiß Werden konnte von zwölf Partien elf gewinnen, warf 264 Tore und kassierte nur 110 Gegentreffer. Die Freude über diese Meisterschaft war den Spielerinnen und Spielern, aber auch ihrem Betreuerteam Annika und Thorben Schröder sowie Max Jetter anzusehen.

Im Einlagespiel der „AllbauAllstars“ gegen Drittligist VfL Gladbeck stand der Spaß im Vordergrund, in Reihen der Essener Auswahl wussten die Löwentaler Dennis Kerger und Nico „Franz“ Krauthausen durchaus zu überzeugen.

Der Herren-Regionalligist TuSEM II tat sich im Halbfinale gegen die SG Überruhr schwer, errang den Sieg erst auf den letzten Metern. Im Finale sprang dann ein lockeres 36:24 über die DJK Huttrop heraus.

Stephan Sülzer weiß sich in der Pflicht: „Nach diesem unglaublichen Zuspruch muss das Final4 im nächsten Jahr mindestens genauso gut werden!“