Essener finden Burgplatz wenig bürgerfreundlich
09.11.2009 | 18:25 Uhr 2009-11-09T18:25:00+0100Essen. Essener Bürger beurteilen den neu gestalteten Burgplatz weitgehend negativ. Das ergab eine Umfrage am Montag.
Bemängelt wird unter anderem, dass Sitzgelegenheiten fehlen oder Blumenbeete nicht eingeplant wurden. Größte Kritik richtet sich gegen die neu geschaffene Treppe zwischen Kettwiger Straße und Burgplatz: Sie sei nicht behindertenberecht, bemängeln die meisten. Tatsächlich ist eine Rampe für Benutzer von Rollstühlen oder Gehhilfen oder für Eltern mit Kinderwagen nicht direkt zu sehen – entsprechend glauben alle: „Die ist vergessen worden.”
Dabei gibt es eine Rampe. Sie liegt etwa 150 bis 200 Meter weit vom Geschehen entfernt – direkt an der Kirche. „Die Rampe war die erste Baumaßnahme der Umgestaltungs-Aktion, die wir sofort realisiert haben”, sagt Hartmut Kütemann-Busch, Projektleiter der städtischen Immobiliengesellschaft GVE, die für den Burgplatz zuständig ist.
Der Burgplatz, den man als historischen Geburtsort der Stadt Essen bezeichnen kann, ist mit der Ansiedlung der VHS 2004 umgebaut worden. Zuletzt kamen die gepflasterten Blumen-Rondells weg. Sie waren seit 1983 Anziehungspunkt für Drogensüchtige. Ende Oktober wurde der neu gestaltete Platz wiedereröffnet: Jetzt gibt es wieder eine breite Treppe – wie in der Ursprungsversion von 1928. So sollen Kettwiger Straße und Burgplatz eine Einheit bilden. Der Platz erhält Rasenflächen, die erst teilweise schon da sind, denn: In Kürze wird das Riesenrad für den Weihnachtsmarkt aufgebaut. Insgesamte Baukosten der Umgestaltung: 2 Millionen Euro. Kütemann-Busch verspricht: „Ein Schild weist demnächst auf die Rampe für Rollstuhlfahrer hin.” Das Schild soll in Kürze „so zentral wie möglich” angebracht werden. Thomas Franke, Leiter Planungsamt, betont: „Die Planungen sind mit den Behindertenverbänden abgesprochen worden.”
17:41
es ist so eine Sache mit der Stadtgestaltung in Essen. Man fragt sich , eigentlich immer hinterher wenn etwas fertig ist, wie kann man blos auf solche Ideen kommen.
Es gibt doch wirklich genügent Profis in unserer Stadt die so etwas sehr gut können, aber dafür hat man ja die Ämter. Es wird sich wohl in unserer Stadt diesbezüglich nie etwas ändern.
13:51
Boule spielen ist ruhig, da ist die Idee von motobear nicht schlecht. zumal die Umgestaltung der Rasenfläche zur Spielfläche nicht so viel kosten würde, da der sonstige Umbau und die Treppen von der Maßnahme nicht berührt würden.
Man könnte es zumindest mal versuchen!
Aber die einfachsten Ideen werden oftmals immer sofort verworfen. Nur frage ich mich, WAS soll denn auf dem Burgplatz zum Verweilen einladen?
Die wenige Sitzgelegenheiten, die vermutlich direkt von den den biertrinkenden Kollegen in Beschlag genommern werden?
09:44
Für mich ist der Burgplatz in erster Linie der Zugang zur VHS. Das ist jetzt wieder einfacher, da man nicht ständig um die Ecke Treppen steigen muss. Leider ist es sehr dunkel. Ich hatte letzte Woche durchaus Probleme, die dunkle Treppe zu erkennen. Also bitte mehr Licht, damit es nicht zu gefährlichen Stürzen kommt.
Was die Sitzgelegenheiten anbetrifft. Es ist weiterhin der Dom-Platz. Da sollte es ruhig zugehen, damit der Gottesdienst nicht gestört wird.
08:38
Doch Herr lim.bäcker. Es gab allerdings schon einen Artikel zu diesem Thema, wo es Kommentare gab. Siehe hier:
http://www.derwesten.de/nachrichten/staedte/essen/2009/11/1/news-139212438/detail.html
Habe so den Eindruck, dass Sie nicht verstanden haben worum es den anderen und mir geht. Das Problem sind hier in erster Linie die neutorischen Nörgler, die auf alles drauf schlagen, was sich bewegt. Es ist überhaupt nichts gegen gesunde Kritik einzuwenden, aber zu pauschalisieren ist die banalste und zugleich unsachlichste Art zu kritisieren. Ich halte es für selbstverständlich, in so einem Fall auch mal zu relativieren.
Im Falle Burgplatz ist bestimmt nicht alles gelungen, es ist aber auch nicht alles so schlecht, wie es hier wieder geredet wird.
Ich kritisiere, dass es an Sitzgelegenheiten fehlt, dass die Ausleuchtung des Platzes doch recht dürftig ist und dass es beispielsweise am „Fuße des Brunnens kein Blumenbeet gibt. Auch hätte man sich überlegen können, eine Skulptur vom Grugapark an diesem Platz zu verlegen. Den Treppenaufgang hätte ich ähnlich der spanischen Treppe am Düsseldorfer Schlossturm gerne illuminiert gesehen. Man hätte auch eine Freitreppe installieren können.
Ich finde es gut dass der Platz nun übersichtlich und frei zugänglich ist. Das Gegenteil war vorher der Fall. Dass er von einer gewissen Gradlinigkeit und Schlichtheit geprägt ist, finde ich passend, weil in diesem Fall nicht der Platz sondern sein Umfeld in Erscheinung treten soll. Die Gestaltung des Platzes lehnt sich an seine Historie an auch wenn die Bedeutung des Platzes heute eine andere ist als zu damaligen Zeiten. Die Rasenflächen sind ein gelungener Gegenpol zum plattierten Teil des Platzes.
Weiß den einer von den Herren, was aus dem Laternenmuseum wird, welches bis vor Kurzem noch den Platz zierte?
01:51
Man könnte doch einfach mal durch andere Städte reisen und sich Plätze ansehen, die von den Einwohnern angenommen werden. Dann könnte man ja ein wenig abgucken, statt teures Geld für irgendwelche Architekten auszugeben.
Gerade angesichts der neuen Konkurrenz am Limbecker Platz wäre eine Aufwertung der Kettwiger dringend nötig gewesen. Wieder wurde eine Chance verpasst.
Übrigens: Wo bleiben denn all die Kommentatoren, die uns Kritikern immer Nörgelei vorwerfen? Keine Zeit heute oder habt Ihr den Platz etwa schon gesehen? :-)
22:17
Es gibt in Essen-Downtown nur einen schönen Platz, den Hirschlandplatz !!!
21:08
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15:56
nichts gar nichts besonderes. das geld hätte man sich sparen können. nichts historisches, nichts fürs auge. simpel, wie fast alles in essen.
15:49
septum69# das gleiche habe ich auch gedacht, oder man könnte H4er dort zusammentreiben und steinigen.
15:14
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