Essener Familie stirbt in Schneelawine

Aus der Lokalzeitung vom 9. April 1975:.  Alle Hoffnung war umsonst: Nach Tagen der Ungewissheit ist klar, dass es für eine Familie aus Bedingrade keine Überlebens-Chance gibt.

Ein Ehepaar (38 und 37 Jahre alt) ist mit seinem zwölfjährigen Sohn von einer Schneelawine bei Sulden in Südtirol verschüttet worden. Die Leichen der drei Essener werden Tage später geborgen. Ein befreundetes Ehepaar der Familie, ebenfalls aus Essen stammend, kann verletzt gerettet werden. Alle Beteiligten überraschte die Schneelawine in ihren Autos.

Der Urlaubsort ist komplett unzugänglich; Telefon-Verbindungen existieren seit dem Unglück nicht mehr. Auch Familien aus anderen deutschen Städten werden vermisst. Die letzte Meldung des jetzt vermissten Esseners kam wenige Tage vorher, als er durchgab, der Ort sei zugeschneit, eine Rückfahrt nicht wie vorgesehen möglich. Offenbar, mutmaßt man jetzt, hat das Paar dann aber doch die Rückreise angetreten.

Insgesamt werden rund 40 Todesopfer vermutet, die die Unwetterkatastrophe im österreichisch-schweizerisch-italienischen Alpenraum gefordert hat.

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