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Essen wird mit Ideenpark zur Hauptstadt der Technik

31.07.2012 | 16:00 Uhr
Die Natur als Vorbild: Sensible Roboter-Greifarme der Festo AG, die dem Rüssel eines Elefanten nachgeahmt sind.

Essen.  13 Tage lang wird Essen mit dem Ideenpark in der Messe die Hauptstadt der Wissenschaftswelt sein. Mehr als 2000 Akteure wollen ab dem 11. August mehrere hunderttausend Besucher für die Naturwissenschaften begeistern. Das Ziel: ein großes, spielerisches Technikfestival mit kostenfreiem Eintritt.

Es gab Zeiten, da war Technik zunächst mal etwas Positives. Ein Fortschrittsversprechen, das das Leben schöner, bequemer, interessanter machte - und nicht zuletzt verlängerte. Lange her. Heute ist Technik ein Wort, das eher Skepsis und Ablehnung weckt und zumindest in Deutschland heftige Risikodiskussionen provoziert. „Wir sind davon überzeugt, dass sich das wieder ändern sollte“, sagt Barbara Scholten. Die 51-jährige Marketing-Expertin in Diensten von ThyssenKrupp ist Projektleiterin für den Ideenpark, der die Messe Essen ab 11. August in ein großes, spielerisches Technikfestival verwandeln wird.

13 Tage lang wird Essen die Hauptstadt der Wissenschaftswelt sein. Mehr als 2000 Akteure täglich hoffen, dabei mehrere hunderttausend Besucher zu begeistern. Ein Labor der Superlative, ein Versuch, Technik wieder zu dem zu machen, was sie war und für manchen zum Glück auch immer noch ist: ein Faszinosum.

„Die Begegnung von Mensch zu Mensch steht im Mittelpunkt“

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Chefredakteur Ulrich Reitz im Gespräch mit Lesern in der gläsernen Redaktion auf dem Ideenpark 2012.

ThyssenKrupp hat Erfahrung mit diesem Format und den Ideenpark schon einige Male mit großem Erfolg veranstaltet, zuletzt in Stuttgart. Der Anspruch ist ebenso einfach wie hoch: „Die Begegnung von Mensch zu Mensch steht im Mittelpunkt“, sagt Barbara Scholten. Wer auf Veranstalterseite mit erhobenem Zeigefinger und in unverständlichem Kauderwelsch fachsimpeln wollte, wäre fehl am Platz. Es gibt auch keine Messe-Hostessen, sondern die Wissenschaftler selbst sind dialogbereit mit jedem, der mag.

Ins Gespräch kommen sollen schließlich Leute, deren Lebenswelten himmelweit auseinander zu liegen scheinen, die aber eigentlich mehr miteinander zu tun haben als sie glauben: Der eine nutzt Technik ohne noch groß darüber nachzudenken, der andere produziert sie. „Mangelnde Akzeptanz“, sagt Scholten, „ist häufig ein Problem fehlender Kommunikation.“ Die Welt ist so kompliziert geworden, dass viele sich in Misstrauen flüchten, wo es einfach nur an Wissen fehlt. Zielgruppe des Ideenparks sind vor allem Familien und natürlich Kinder - die Techniker und Technik-Nutzer von morgen.

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Hannelore Kraft besuchte auf dem Ideenpark in Essen auch die gläserne Redaktion der WAZ und stellte sich den Fragen von Chefredakteur Ulrich Reitz.

Barbara Scholten ist selbst in einem technik-orientierten Elternhaus aufgewachsen, in dem auch sie als Mädchen bewusst und ganz selbstverständlich mit Technik in Kontakt kam. „Ich empfinde das heute als großen Glücksfall“, sagt sie. Obwohl die gebürtige Oberhausenerin dann selbst zwar keine Technikerin wurde, sondern Fachfrau für Marketing und Werbung, kam ihr die frühe familiäre Prägung in einem Technologie-Konzern wie ThyssenKrupp doch sehr zugute. „Die Selbstverständlichkeit fehlt, schon in der Familie Technik als etwas grundsätzlich Positives wahrzunehmen“, hat Barbara Scholten beobachtet. Was in der Familie beginnt, setze sich fort in der Schule und werde schließlich zum Problem der gesamten Gesellschaft: „Technik kommt einfach ein bisschen zu kurz.“ Zumal gemessen daran, dass eine Industrie- und Exportnation wie Deutschland existenziell von ihrem Technik-Vorsprung lebe. Die Tatsache, dass Deutschland vergleichsweise gut durch die Finanzkrise kam, hat das noch einmal eindrucksvoll bewiesen.

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    Seite 3: Prominente Unterstützung beim Ideenpark von Günther Jauch

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Kommentare
03.08.2012
18:41
Essen wird mit Ideenpark zur Hauptstadt der Technik
von xxyz | #1

Es ist gut, dass Unternehmen aus dem Technikbereich offensiv ihre Leistungen einem großen Publikum präsentieren.

Hier sollte das Ruhrgebiet deutlich offensiver und auch gemeinsam auftreten.

Ohne Forschung, Technik und Innovation geht es nicht. Da kann es noch so attraktiv sein, direkt als Zocker bei den Banken anzufangen.

Hoffentlich besuche auch viele Kinder und Jugendliche die Veranstaltung.

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