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Essen, die Welt-Zelt-Stadt

09.08.2010 | 11:57 Uhr
Essen, die Welt-Zelt-Stadt
Beim Ruhrjamb 2010 im Hallopark Essen treffen sich rund 1000 Pfadfinder aus ganz Europa zu einem gemeinsamen Zeltlager. Im Bild eine Gruppe aus Essen vl: Tom, Paul, Frederic, Lukas und Robin. Foto: Oliver Müller

Essen.Rund 1000 Pfadfinder aus elf Ländern haben beim „ruhrjamb 2010“ im Hallo-Park ihr Lager aufgeschlagen. Für die Organisatoren ist das Lager eine logistische Herausforderung - seit fünf Jahren laufen bereits die Planungen.

So sieht also eine Welt-Zelt-Stadt aus: Schon am Eingang des Hallo-Parks schlägt einem die pralle Lagerstimmung entgegen. Feuerstellen, tobende Kinder und Jugendliche, und natürlich jede Menge Zelte. Kein Wunder, denn rund 1000 Pfadfinder aus elf Ländern müssen ja irgendwo schlafen. Zum „ruhrjamb 2010“ sind sie gekommen, das nach eigenen Angaben größte Pfadfinder-Zeltlager dieses Jahr in Deutschland. Seit diesem Wochenende haben die Jungen und Mädchen ihre Zelte in Stoppenberg stehen und bleiben zwei Wochen in der Stadt. „Wir möchten den Pfadfindern die Kulturhauptstadt zeigen“, sagt Christian Schnaubelt, Pressesprecher des „ruhrjamb 2010“, und natürlich freuen sich alle auf den Austausch mit Gleichgesinnten aus aller Welt. „Neue Freundschaften werden hier schnell geknüpft“, sagt Schnaubelt, der selbst in klassischer Pfadfinderkluft in der Zeltstadt unterwegs ist.

Zwei Wochen Lager – fünf Jahre Planung

Dass ein Lager in dieser Größenordnung eine logistische Herausforderung ist, kann Schnaubelt eindrucksvoll beweisen. Die Vorbereitungen für dieses riesige Pfadfinder-Treffen laufen bereits seit fünf Jahren. „Die größte Schwierigkeit war dabei, einen geeigneten Platz zu finden“, erzählt er.

Am Eröffnungswochenende wurden die Pfadfinder in sechs „Dörfer“ eingeteilt. Das gemeinsame Essen, die Abende am Lagerfeuer spielen sich meist hier ab. Die offizielle Eröffnungsfeier gab’s in Deutsch und Englisch, von der Bühne aus wurden alle Teilnehme mit dem Lagerlied „Hallo am Hallo“ begrüßt.

Christian Schnaubelt möchte mit dem Zeltlager XXL „ein Zeichen setzen“, wie er sagt. Zeigen, dass Pfadfindersein auch 2010 noch modern und zeitgemäß ist. Modern gestaltet sich auch die Versorgung am Lagerplatz. Selbst ein Zelt mit Internet-Anschluss wird den Pfadfindern engeboten.

Immer wieder schauen Spaziergänger verwundert durch die Absperrung auf den Hallo-Park. Kein Wunder, denn ein Zeltlager mit 1000 Pfadfindern ist nicht alle Tage zu sehen. Für den „ruhrjamb“ mussten 150 Schlafzelte aufgebaut werden, dazu kamen 75 große Aufenthaltszelte, sogenannte Jurten. Ihr Aufbau dauert bis zu zwei Tagen.

Paul und Frederic aus Heisingen sind 16 Jahre alt und seit acht Jahren bei den Pfadfindern – lagererfahren also. Aber Zelten in dieser Größenordnung ist für sie trotzdem etwas besonderes. Am meisten freuen sie sich „auf den Austausch der Kulturen“, sagt Paul. Ein Pfadfinder aus ihrem „Dorf“ komme sogar aus Algerien. Zwei Wochen kein Handy, keinen Fernseher? Für die Jungs kein Problem, „hier in der Natur kann man prima abschalten“, findet Frederic.

Langeweile dürfte eh nicht aufkommen, zu vielfältig ist das Programm. „Kanutour, Wanderungen mit einer Übernachtung bei einer Gastfamilie, Zeche Zollverein...“, Pfadfinder Pressesprecher Christian Schnaubelt ist kaum zu bremsen, wenn er nach Höhepunkten im Programm gefragt wird.

Björn Krause ist „Rover“, so werden die ältesten Pfadfinder und Gruppenleiter genannt. Ihn freut es, dass es immer noch möglich ist, Kinder und Jugendliche ohne Computer und Co. zu begeistern. Für die nächsten zwei Wochen erwartet er „viele spannende Begegnungen“. Die Pfadfinderkluft zu tragen, ist für ihn eine Selbstverständlichkeit: „Das steigert das Zusammengehörigkeitsgefühl auf dem Platz.“

Tag der offenen Tür

Melanie Kemner ist eine der Projektreferentinnen des „ruhrjambs“ und beschreibt das Lager in einem Satz: „Pfadfinderkultur lebt in der Metropole Ruhr“. Wer diese Kultur kennenlernen möchte, kann am 14. August zum Hallo-Park kommen. Den ganzen Tag sind die Tore für jeden geöffnet. Eine Gelegenheit, sich über die Pfadfinder zu informieren. Um 15 Uhr soll es einen „Markt der Möglichkeiten“ mit Spielen und Workshops geben. Für 18 Uhr ist ein Gottesdienst geplant.

Sebastian Auer

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Kommentare
17.08.2010
10:06
Essen, die Welt-Zelt-Stadt
von SimSch04 | #6

Den Diözesanvorsitzenden zum Rover zu machen ist schon ne starke Nummer. Können hier Texte im Nachhinein nicht vom Redakteur bearbeitet werden? Seit mehr als einer Woche ist der Fehler auf jeden Fall bekannt.
Oder liest gar niemand diese Kommentare?

10.08.2010
10:22
Essen, die Welt-Zelt-Stadt
von essener | #5

@ Susanne Larisch: Es wurde ja auch geschrieben, dass nach eigenen Angaben größte Zeltlager

10.08.2010
00:07
Essen, die Welt-Zelt-Stadt
von baden | #4

ja,aber dafür ist das doch katholisch organisiert..., deren größtes.

09.08.2010
19:14
Essen, die Welt-Zelt-Stadt
von Susanne Larisch | #3

Was auch nicht stimmt ist, das es das größte Pfadfinder-Lager in Deutschland ist.
Im Almke fand das Bundeslager vom VCP mit ca.5000 Pfadfinder-/rinnen statt.
Also doch nicht das größte ;)

09.08.2010
18:03
Essen, die Welt-Zelt-Stadt
von Kai | #2

Da ist einiges schlecht notiert worden und damit im Beitrag alles voll Kraut und Rüben.

09.08.2010
14:16
Essen, die Welt-Zelt-Stadt
von Schibonnecker | #1

Björn Krause ist der Diözesanvorsitzende. Rover ist die Altersstufe von 16 bis 21 Jahre.

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