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Essen besiegt Düsseldorf im Standortwettbewerb

16.09.2010 | 14:44 Uhr
Essen besiegt Düsseldorf im Standortwettbewerb
Viel Glas: So soll das Bürogebäude für Atos Origin aussehen.

Essen. Der Computerdienstleister Atos Origin baut eine neue Zentrale an der Messe Essen. Die Ruhrstadt hat sich damit gegen Düsseldorf durchgesetzt. Das neue Gebäude soll 50 Millionen Euro kosten.

Im harten Standortwettbewerb mit Düsseldorf hat Essen den Zuschlag erhalten: Der allein in Deutschland 550 Millionen Euro Umsatz schaffende weltweite Computer-Dienstleister „Atos Origin“ mit Sitz in Paris errichtet seine neue Zentrale für die deutschsprachigen Länder sowie für Polen, Südeuropa und Südafrika gegenüber der Messe nahe der neuen Eon-Ruhrgas-Zentrale.

In dem rund 50 Millionen Euro teuren Bau sollen ab 2012 knapp 900 Ingenieure, Programmierer und Betriebswirte arbeiten: Atos Origin zieht hier die bisher in Köln, in Düsseldorf und in Essen gegenüber der Bredeneyer Karstadt-Zentrale tätigen Mitarbeiter zusammen.

OB Paß setzte sich ein

In seinem Kerngeschäft übernimmt Atos Origin Installation und Service der gesamten Computer-Technik von Unternehmen, wie etwa von E-Plus, Karstadt, BP, dem Bezahl-Sender Sky, Neckermann oder Leckerland. Eine weitere Spezialität der Firma ist die Abwicklung des Datenverkehrs von Kreditkarten-Firmen oder Stromlieferanten.

„In der Führung hatten wir über den Standort heftige Diskussionen, Essen hat knapp gewonnen“, erzählt Winfried Holz, Geschäftsführer von Atos Origin Deutschland. Dabei hatte Düsseldorf sogar angeboten, einen Platz nach Atos Origin zu benennen.

Den Ausschlag für Essen gab dann aber die Nähe zum Wohnort der meisten Beschäftigten, die Chance auf lukrative neue Kunden, wie die großen Energieerzeuger RWE oder Eon, und vor allem der Eindruck, in der Stadt willkommen zu sein. „Am Ende spielt auch das Bauchgefühl eine Rolle: Wir fühlen uns in Essen gut aufgehoben, hoffen hier auf stärkere Sichtbarkeit als in Düsseldorf und darauf, dass wir bei Problemen Gehör finden“, sagt Holz.

Umzug ins Großraumbüro

Ein klarer Erfolg der Essener Wirtschaftsförderung (EWG), die das geeignete Grundstück präsentierte, und für Oberbürgermeister Reinhard Paß (SPD), der sich persönlich für die Belange des Unternehmens mit seinen vielen hochwertigen Arbeitsplätzen einsetzte.

So entsteht nun an der Messeallee zwischen der Eon-Ruhrgas-Zentrale und Hochtief auf einem 6000-Quadratmeter-Grundstück das neue fünfstöckige Bürogebäude mit einer Metallfassade und streifenförmig angelegten Fenstern. Das Gebäude wird Hochtief mit Generalunternehmer Goldbeck inklusive einer zweistöckigen Tiefgarage hochziehen und dieses dann an Atos vermieten. Nach den Wünschen von Origin wird das Haus klimafreundlich und schadstoffarm gebaut.

Die Angestellten arbeiten dort künftig fast auschließlich in Großraumbüros. Winfried Holz: „Das ist unter der Belegschaft umstritten, viele sind Einzelbüros gewöhnt. Doch auch ich werde im Großraum sein, das ist kommunikativer.“

Peter Szymaniak

Kommentare
16.12.2010
14:27
Essen besiegt Düsseldorf im Standortwettbewerb
von michelino | #10

#9 Jusuts

Was ist denn mit dir los, schlecht geschlafen?

Dortmund ist jetzt ein zwei Jahre um ein paar Tausend Einwohner größer als Essen und da...
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2010-09-16 14:44
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