Essen als Hauptstadt im Regierungsbezirk Ruhr

Aus der WAZ vom 2. Februar 1965..  Die CDU und die FDP im Landtag haben große Pläne mit dem Ruhrgebiet, in denen Essen allerdings gar keine so große Rolle spielen soll. Den Parteien schwebt ein Regierungsbezirk Ruhr vor, von Dinslaken und Duisburg bis nach Lüdinghausen und Unna. Auch eine erste Karte mit dem neuen Zusammenschnitt liegt vor.

Ein Gedanke, der bei Essens Oberstadtdirektor Karl-Heinz Rewoldt gleich auf fruchtbaren Boden fällt: „Die jetzige Einteilung der Regierungsbezirke ist unorganisch und entspricht nicht den Gegebenheiten. Unser Anspruch auf den Sitz des Regierungspräsidenten Ruhr ergibt sich nicht nur aus der zentralen geographischen Lage. Wir sind schon jetzt Sitz von wichtigen Behörden.“ Rewoldt weiter: „Wir sind bereit, Grundstücke zur Verfügung zu stellen. Der Sitz des Regierungsbezirks Ruhr in Essen würde unserer Stadt noch mehr Aufschwung geben. Bei sachlicher Überlegung gibt es keinen anderen Kandidaten als Essen.“ CDU und FDP sahen das allerdings ein wenig anders: In ihren Gedankenspielen verorteten sie einen möglichen Sitz eher in Gelsenkirchen oder Recklinghausen.

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