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Erstes Leben im Haus der Geschichte

09.11.2007 | 19:43 Uhr

Herbsttagung der Geschichtsinitiativen in der Luisenschule.Heimatsammlung Hindenburg und Archiv Ernst Schmidt schon am neuen Ort

Normalerweise treffen sich die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft Essener Geschichtsinitiativen an Orten, die mit Heimatgeschichte verbunden sind. Doch bei ihrem Herbsttreffen zogen die Historiker diesmal die ehemalige Luisenschule am Bismarckplatz ganz bewusst vor. Ab 2008 wird die Schule nämlich umgebaut zum "Haus der Essener Geschichte".

Das Herbsttreffen nutzten die Mitglieder zur Besichtigung der seit September dort untergebrachten "Hindenburger Heimatsammlung". Die Ausstellung, die zuvor in der Altenessener Brückmannshofschule zu sehen war, wurde dabei um einige historische und aktuelle Exponate aus dem ehemaligen Ort Hindenburg, dem heutigen Zabrze, erweitert.

Auch die Sammlung von Stadthistoriker Dr. Ernst Schmidt vom Ruhrlandmuseum ist in der ehemaligen Luisenschule untergebracht. "Das Archiv Ernst Schmidt befindet sich in der ersten Etage", erklärt Karlheinz Rabas, Vorsitzender des Sprechergremiums der Arbeitsgemeinschaft. "Sein Büro ist allerdings im Erdgeschoss. Das ist wohl in jedem Fall schöner als in den Kellerräumen des Ruhrlandmuseums."

Neben der Heimatsammlung und dem Archiv Schmidt soll im "Haus der Essener Geschichte" demnächst noch mehr zu sehen sein. "Das Stadtarchiv, die stadtgeschichtliche Abteilung der Stadtbücherei und die Ausstellung ,Essen im Nationalsozialismus' kommen hierhin", erzählt Klaus Wisotzky, Leiter des Stadtarchivs. Auch Veranstaltungen von historischen Vereinen fänden dann dort statt.

"Zurzeit sind wir dabei, die Baupläne vorzubereiten", sagt Wisotzky, der demnächst Leiter des "Hauses der Essener Geschichte" sein wird. "Im April 2008 ist Baubeginn. Die Eröffnung soll im Herbst 2009 sein." Eigentlich sei ursprünglich ein Neubau gedacht gewesen. "Doch die Bezirksregierung wollte lieber ein anderes Objekt, das weniger Geld kostet", erzählt der Stadtarchiv-Leiter. Und da zu diesem Zeitpunkt die Luisenschule "aufgegeben" wurde, habe man sich für die "billigere Lösung" entschieden.

Dass die Schule nicht nur vom "Haus der Essener Geschichte" genutzt wird, sondern zum Teil auch vom Burggymnasium, stellt für Wisotzky kein Problem dar. "Vielleicht sind ja Kooperationsprojekte möglich", meint er: "Dann kommt hier demnächst richtig Leben rein."

Von Mona Schamp

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