Erster Stollen für die U-Bahn ist gebaut

Aus der WAZ vom 27. Januar 1965:.  „Der erste Stollen für die zukünftige Essener Untergrund-Straßenbahn ist fast fertig: in durchschnittlich zehn Meter Tiefe zwischen Bismarckplatz und Huyssen-allee. Dieser 300 Meter lange Abschnitt im Zuge der Baedekerstraße ist allerdings nur ein kleiner Vorläufer für den endgültigen Ausbau. Er ist ein so genannter Sondierungsstollen, drei Meter hoch und ebenso breit, und er soll Aufschluss geben über die Gebirgsverhältnisse unter der Erde und die bestmöglichen Ausbaumethoden. Man will keine bösen Überraschungen erleben, wenn in etwa zwei Monaten begonnen wird, diese Tunnelstrecke in ihrem vollen Ausmaß vorzutreiben, das heißt in zehnfacher Größe des jetzigen Stollens. Darin sollen in drei bis vier Jahren, also 1968/69, die aus und in Richtung Mülheim und Margarethenhöhe verkehrenden Straßenbahnzüge rollen. Der Sondierungstunnel führt 200 Meter durch Fels, der mit Sprengungen gelöst wurde. „Ohne schädliche Folgen an der Oberfläche“, versichert der Bauleiter. Größere Schwierigkeiten machte eine rund 100 Meter lange Strecke, die nahe den Fundamenten des RWE-Wolkenkratzers durch ein altes Kohlenflöz führt, das vor über 200 Jahren abgebaut worden ist.“