Erste Tempo-30-Zonen sollen entstehen

Aus der WAZ vom 25. Juni 1985:.  Heute sind sie – vor allem in Wohngebieten – nicht mehr wegzudenken, vor 30 Jahren gibt es erste vorsichtige Ansätze: Mindestens versuchsweise soll an ausgewählten Gebieten im Stadtgebiet eine Geschwindigkeitsbegrenzung eingeführt werden – Tempo 30. Oberbürgermeister Peter Reuschenbach zitiert eine wissenschaftliche Erkenntnis, die heute geradezu banal erscheint: „Alle Untersuchungen zeigen, dass Kinder, Fußgänger und Radler bei Unfällen nur dann eine Überlebens-Chance haben, wenn das Fahrzeug, mit dem sie kollidieren, weniger als 40 km/h fährt.“

Der Oberbürgermeister fordert von der Verwaltung ein Konzept für Tempo-30-Zonen in Essen zügig zu erstellen und die „vom Gesetzgeber eingeräumte Chance zu nutzen“.

Auch Bürger forderten immer öfter ein beständiges Tempo 30 in ihren Wohngebieten. Entsprechende Schilderwälder soll es nicht geben, weil Quartiere komplett als Tempo-30-Zonen ausgewiesen werden sollen. Das soll „einen wesentlichen Beitrag gegen Unfalltod“ leisten.