Ergebnis des schulischen Leistungsdrucks
2012-10-27T09:00:00+0200
Prof. Wilfried Breyvogel, der an der Uni Duisburg-Essen bis 2007 u.a. die Arbeitsgruppe für pädagogische Jugendforschung leitete, sieht in der Häufung der Schüler-Exzesse auch ein Ergebnis des schulischen Leistungsdrucks. „Dass in der Gruppe Hemmschwellen sinken, ist nicht ungewöhnlich. Zudem spielen der gestiegene Druck und eine größere Toleranzgrenze an den Schulen und in der Erziehung eine wichtige Rolle.“
Das mag Beate Zilles nicht in allen Punkten bestätigen. Wohl aber hat sie in den vergangenen 30 Jahren ihres Schuldienstes eine Steigerung „egozentrischen Verhaltens zur Durchsetzung der eigenen Interessen“ festgestellt - was aber nicht nur für Schule, sondern für weite Teile der Gesellschaft gelte. Mit der bloßen Ermahnung könne man einige wenige Schüler leider nicht mehr beeindrucken.
Abschaffung von Abischerz und Mottowoche
Auch aus diesem Grund befürwortet sie die Abschaffung von Abischerz und Mottowochen, die bei einer Konferenz der Schulleiter in vier Wochen erneut auf den Tisch kommt. Gemeinsam mit dem benachbarten Maria-Wächtler-Gymnasium habe man Schüler, Eltern und Lehrer nach Alternativen befragt.
Denkbar sei vor den Prüfungen eine intensive Vorbereitungswoche auf das Abitur, die mit Exkursionen und Projekten verbunden sein könnte. Den Spaß nehmen wolle man den Schülern nicht, nach den Prüfungen dürfe gefeiert werden, sagt Zilles und ergänzt: „Es wird aber keine Woche mehr geben, in der die Schüler machen können, was sie wollen.“
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16:02
Gott was ist los in unserer Welt. Nicht nur, dass Alkohol für Jugendliche überhaupt zugänglich ist (was man unter diesen Umständen ja auch beachten sollte) sondern auch, dass Jugendliche sich trauen eine gesamte Kursfahrt komplett gegen die Wand zu fahren. Dieses Selbstbewusstsein in Sachen "Lehrer sind doof und die interessiert es sowieso nicht ob wir wann, was trinken. Und wenn es sie intressiert kriegen sie es nicht mit"
Meiner Meinung nach sollte darauf in Schulen viel mehr geachtet werden. Schulen sind vorantwortlich dafür Jugendliche welttauglich zu machen, sei es mit allgemeinem Wissen sowohl auch für Sozial Kompetenz. Immerhin haben Eltern wenig Möglickeit so etwas ihren Kindern zu vermittel, weil sie nun mal so lang in der Schule sitzen.
Ich suche hier die Schuld bei den Jugendlichen aber auf jeden fall auch bei den Lehrern, die es hätten verhindern müssen, damit es nicht zu solchen Fällen kommt!
12:44
früher gab es für soclhe Fälle einmal Klassenkeile
08:25
die frage ist doch eher, warum alle nach hause fahren mussten und nicht nur die idioten.
15:11
Sind bestimmt Killerspiele schuld.
Man man Palaver auf Kursfahrten gab es schon ewig.
12:50
An dieser Stelle sei nochmal daran erinnert das die Olympia Hockey Herren 2012 das Kreuzschiff zerlegt haben. Also nicht nur Jugendliche können sich daneben benehmen.
Obwohl eine Hockey Gold Medaille höher anzurechnen ist als das Abi vom Helmholtz Gymnasium.
00:39
Der entscheidende Unterschied zu früher ist, dasss solcher Pipifax früher nicht in die Zeitung kam.
ganz genau so sieht es aus. früher haben wir uns auf dem schulhof geprügelt, danach vertragen, meistens gabs noch eine anschiss vom klassenlehrer und das wars.
heute steht so was in der zeitung, es werden sozialarbeiter, psychologen, polizei, feuerwehr, staatsanwalt, rechtsanwälte und wasweissichnich mit so`m käse beschäftigt. und anschließend wird sich dann darüber beklagt dass das alles sooooo schlimm geworden ist ("und so dermaßen aufwendig - das hat`s früher nicht gegeben!")
23:31
Kann es sein, dass einige hier die Schuld einzig bei den Kids suchen?
Woher kommt die Gewaltbereitschaft, die Grenzenlosigkeit?
Ist es nicht so, dass die Gesellschaft den jungen Menschen keine Zukunftt mehr zu bieten hat und auch nicht will?
Kann es sein, dass die Ellenbogen Gesellschaft diese EllenbogenMenschen produziert?
Kann es sein, dass die zu erwartende Altersarmut junge Menschen schon heute verzweifeln lässt?
Kann es sein, dass diese "armen Kids" einfach zu viel gesoffen hatten und sich dann Sch.. benommen haben? Oder wollen Sie alle Armen und scheinbar Perspektivlosen unter den Generalverdacht stellen, potentielle Randalierer zu sein??
22:53
Das Problem von zunehmender Entgrenztheit, Regelverletzung, Aggressivität u. Gewaltbereitschaft ist charakteristisch für unsere gesamte heutige Gesellschaft. Sie geht von einer Minderheit aus! Dies lässt sich schon im Kindergarten beobachten u. setzt sich in der Schule fort. Die Gesellschaft reagierte früher auf diese besonders renitenten u. aggressiven Zeitgenossen mit einer autoritären Pädagogik sowie einer weitaus härteren Justiz. So wurde die Mehrheit der friedliebenden u. vor allem der schwächeren Menschen einigermaßen geschützt. Ein Teil der aktuell beklagten Zunahme von jugendlichen Depressionen u. Angsterkrankungen sind die Konsequenz dessen, dass heutzutage den Schlägern, Mobbern u. Störern in den Schulen kaum noch Druck u. harte Sanktionen entgegengebracht wird. Die professoralen Beschwichtigungsthesen sind ganz typisch! Die Zunahme der Gewaltkriminalität der Gesamtgesellschaft, aber insbesondere von Jugendlichen u. Heranwachsenden in den letzten Jahrzehnten sind nur logisch.
18:40
Wie hat doch ein umstrittener Autor sein Buch genannt? Deutschland schafft sich ab? Stimmt!
Genau das meine ich: dieses widerliche allgemeine blabla!
thesken
ja nur lagen die probleme doch öfters bei den ausländern laut seinem buch, und nach dieser logik zu denken waren es bestimmt keine ausländer da die schüler auf ein gynasium gehen
und wenn sich deutschland abschafft und die anderen gleich mit dann wären wir ja in einer besseren welt wo sich die reichen nicht an den armen bereichern können und diese noch ärmer machen und so noch mehr frust erzeugen.
stimmt
@stadtprolet
Schüler eines Gymnasiums zu sein, bedeutet sicher nicht, dass man keine ausländischen Wurzeln haben kann. Sie sollten sich mal die jährlichen Abiturlisten in den Zeitungen des Ruhrgebiets anschauen!
@juelicher
ich glaube sie haben meinen kommentar nicht verstanden ;)
17:54
Ebenso wie man bei einigen hier zu lesenden Kommentaren akzeptieren muss, dass sich nicht alle im Griff haben, kommt es auch bei gebildeten Schülerinnen und Schülern in Ausnahmen vor, dass sie sich gerade unter Alkoholeinfluss (noch) nicht unter Kontrolle haben.
Ich kann nur bestätigen, dass , wie Frau Zilles im Artikel betont, hunderte von Schülern einen akzeptablen Eindruck hinterlassen.
Ebenso weiß ich aus eigener Erfahrung, dass die betroffenen Jugendlichen und deren Eltern am Tag danach peinlich berührt fühlen, was bei den ungebildeten Hooligans anders ist! Doch das akzeptieren wir wöchentlich.
Die Mitschüler (und deren zahlenden Eltern) sind mit Recht verärgert. Aber auch ihnen wäre es sicherlich möglich gewesen, den außer Kontrolle geratenen Kameraden mal so zwischen sich zu nehmen, dass er nicht auffällig wird.
Mein LK wird dieses zu lesen bekommen und sich entsprechend auf die Kursfahrt im nächsten Jahr vorbereiten.
LG Th. Esken, Essen