Einzelhandelsverband Essen sorgt sich um Zukunft des Weihnachtsgeschäfts
22.12.2012 | 11:00 Uhr 2012-12-22T11:00:00+0100
Essen. Das Weihnachtsgeschäft ist dieses Jahr gut gelaufen, sagt der Einzelhandelsverband. Umso mehr sorgt er sich um die Zukunft. Das neue Ladenschlussgesetz gefährde die Weihnachtsmärkte in den Stadtteilen.
Die Geschäfte erwarten heute noch einmal einen letzten Ansturm vor dem Weihnachtsfest . Das letzte Adventswochenende ist traditionell das der SOS-Geschenke-Käufer.
Die Bilanz der Essener Händler steht aber ohnehin schon fest: „Es ist dieses Jahr gut gelaufen“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Einzelhandelsverbandes Ruhr, Marc André Heistermann, der WAZ. Das bestätigten auch das Center-Management vom Einkaufszentrum Limbecker Platz und der Kaufhof (siehe Text unten).
Nur noch ein offener Adventssonntag
Umso mehr sorgt sich der Einzelhandelsverband schon jetzt um das Weihnachtsgeschäft in der Zukunft. Der Grund: Die Landesregierung will den Ladenschluss neu regeln. So soll die Zahl der verkaufsoffenen Sonn- und Feiertage im Jahr auf maximal 13 pro Kommune begrenzt werden. Nur noch ein verkaufsoffener Sonntag darf dann im Advent stattfinden. Das neue Gesetz soll voraussichtlich im Frühsommer in Kraft treten, aber erst 2014 voll wirksam werden.
Aus Sicht von Heistermann haben die Pläne der Landesregierung vor allem negative Auswirkungen auf die Stadtteile: „Der Handel in den Stadtteilen kann nicht mithalten, wenn auch die Geschäfte in der Innenstadt geöffnet haben. Sie müssen sich dann um die Kunden kloppen.“ Der verkaufsoffene Sonntag, wie morgen in Rüttenscheid, hätte dann keine Zukunft mehr.
Entwicklungschancen sollten verbessert werden
Der Einzelhandelsverband macht deshalb derzeit gegen die geplante Adventsregelung mobil. Heistermann hat die Fraktionsspitzen der Parteien angeschrieben, auch den Oberbürgermeister. „Vielen ist offenbar noch gar nicht bewusst, welche Folgen das haben wird“, meint er.
Einen, wenn auch nicht überraschenden, Mitstreiter weiß Heistermann bereits auf seiner Seite: die FDP. „Diese Regelung würde dem Weihnachtsgeschäft der Einzelhändler in den Stadtteilen erheblich schaden und Weihnachtsmärkte vor Ort gefährden“, erklärte Ralf Witzel, der Essener Landtagsabgeordnete der FDP.
Für die meisten Weihnachtsmärkte in den Stadtteilen sei es wichtig, damit einen eigenen verkaufsoffenen Adventssonntag zu verbinden, forderte Witzel und mahnt: „Die Entwicklungschancen unserer Stadtteile sollten verbessert und nicht verschlechtert werden.“
2013 schöpft die Stadt jedoch noch einmal aus dem Vollen. Nächstes Jahr werden die Läden an 22 Sonntagen öffnen. Auch die Stadtteile behalten noch ihren eigenen verkaufsoffenen Adventssonntag - vielleicht das letzte Mal.

23:00
Auch vor 20 Jahren gab es schon verkaufsoffene Sonntage. Zumindest kann ich mich an einen in Oberhausen erinnern, zu einer Zeit, lange bevor das Centro gebaut wurde. Es gab den langen Samstag und den langen Donnerstag. Irgendwann in den 90ern konnte dann jedes Geschäft bis 20.00 Uhr geöffnet bleiben und dies ist die Geschäftszeit, die bei den meisten Läden bis heute gilt.
17:22
Ach ja, wenn man manchen Menschen die Chance einengt, anderen das Geld aus den Taschen zu ziehen, sehen sie gleich den Weltuntergang (den Letzten haben wir doch auch überstanden).
Ich finde es generell unmöglich und unnötig an Sonn- und Feiertagen die Geschäfte zu öffnen. Denkt auch mal an die Angestellten, die zu solchen Aktionen freiwillig gezwungen sind, an den Energieverbrauch, an die verstopften Innenstädte, da der ÖPNV nur eingeschränkt fährt (Sonderzüge und -Busse will ja keiner bezahlen).
Außerdem muss nicht die ganze Woche aus Konsum bestehen. Menschen sind mehr als Käufer und Verbraucher. Es gibt auch noch immaterielle Bedürfnisse.
14:16
Gottchen, wie haben wir nur vor 20 Jahren überlebt, als die Geschäfte abends um
18.30 Uhr schlossen, Samstags um 14 Uhr dicht waren und Sonntags gar nie
aufhatten.
09:14
Dann kommt doch alle nach Herdecke.Dort haben wir jetzt die Ruhr Aue mit Edeka, Adler,Extrablatt und ein paar anderen Geldeintreibern.
09:01
[edt. - Beleidigung] Sie gehen davon aus, dass sich der Konsum der Produkte, die an verkaufsoffenen Sonntagen erworben werden, auf andere Wochentage verteilt, gäbe es die Sonntagsöffnungen nicht mehr. Vielleicht sollten Sie sich mal anschauen, was genau die Menschen sonntags in den Geschäften machen und vor allem, was sie kaufen. Es ist nicht die Tüte Milch oder das Brot, sondern zusätzliche Dinge, die man kauft, weil sie einem gefallen, die man aber eigentlich nicht braucht. Sie kaufen sich zusätzliche Schuhe, Parfum, vielleicht ein Bild oder ein paar Blumen. Es ist kaum davon auszugehen, dass jemand nach der Arbeit in die Stadt hetzt, um sich noch ein Flacon Parfum zu kaufen. Das sind Umsätze, die ansonsten nirgendwo im Handel generiert werden. Dies begreifen Sie offensichtlich nicht. Anmerken möchte ich, dass Sie so ziemlich der einzige hier sind, der gegen Sonntagsöffnungen ist. Wenn Sie im Einzelhandel arbeiten, suchen Sie sich doch einen anderen Job- wo Sie nich
00:20
Wollen Sie oder können Sie nicht lesen?
Wo wird denn das von Ihnen behauptet "Wenn sie dann die Ladenöffnungszeiten auf das "Notwendige" beschränken möchten" von mir so geschrieben?
Ich kann da nichts finden!
Geschrieben habe ich "Es besteht keinerlei Notwendigkeit, an verkaufsoffenen Sonntagen und völlig ausgeuferten Ladenöffnungszeiten festhalten zu wollen."
Und? Wie kommen Sie jetzt darauf, ich verlangte "die Ladenöffnungszeiten auf das "Notwendige" beschränken" zu wollen?
Erklären Sie es!
Und wenn Sie dann schon einmal dabei sind, erklären Sie dann bitte auch noch, "welche anderen schönen linken Errungenschaften" in den letzten z. B. 8 (acht) Jahren ausgeweitet worden sind, so dass man sie Ihrer Meinung nach auf das frühere Niveau herunter"streichen" möchte.
"Ich kann Ihre Empörung aber irgendwie verstehen.Immer nicht so gut, wenn die eigenen Ideen keine Zukunft haben."
In mir ist keinerlei Empörung. Ich bin darüber erschreckt, wie sehr es manchen Usern hier an Bildung mangelt.
Aber sicher, wenn eine andere Meinung vertreten wird, mangelt es gleich an Bildung. Absolut bezeichnend. Machen Sie denn bald eine Mahnwache vor den Konsumtempeln um die ganzen Dauershopper auf die doch zu unterlassende Belästigung der Werktätigen im Einzelhandel nach 18.30 Uhr bzw. 14.30 Uhr (sind das Ihre nicht-notwendigen Zeiten ?) hinzuweisen und zur solidarischen Buße zu mahnen ?
23:42
@RANRW
Jau, die Leute kacken Geld.
22:38
@32: Sie haben es doch gerne "ganz oder gar nicht" wie Sie mir am Beispiel Schweden - mit geringster Überzeugungskraft - mitgeteilt haben. Wenn sie dann die Ladenöffnungszeiten auf das "Notwendige" beschränken möchten, wollen wir doch mal sehen, welche anderen schönen linken Errungenschaften man mal auf das "Notwendige" bzw. sogar "überlebensnotwendige" (manche Foristen erzählen ja gerne sie wären früher - bei Ladenschluss um 18.30 Uhr - auch nicht verhungert) zurückfahren kann. Uiuiui da gibts dann ne Menge zu streichen.....
Ich kann Ihre Empörung aber irgendwie verstehen.Immer nicht so gut, wenn die eigenen Ideen keine Zukunft haben.
21:22
genug Geld, um zu konsumieren, weil das mit dem leistungslosen Grundeinkommen immer noch nicht geklappt hat) laufen mal wieder zur Hochform auf.
Die Argumente, die sich hier einige Kommentatoren aus den Fingern saugen, sind teilweise derartig substanzlos und naiv, dass man sich nur wünschen kann, dass diese Menschen niemals Verantwortung in Deutschland übernehmen werden.
20:36
"Trotz extrem schlechten Wetters. ....Die Leute bummelten"
Ja ne, is´ klar. Its raining cats and dogs und dabei winded es stark und "Die Leute bummelten". Und selbstverständlich dann auch Ihre Aussage "haben auch viel gekauft."
Vermutlich Friesennerze, Gummistiefel und Regenschirme, wobei Regenschirme bei dem Wind und bei der "brechend voll"en Rü eher hinderlich gewesen sein müssten.
"Sowohl das Einkaufen als auch das Öffnen ist freiwillig." In Einkaufscentren wie z. B. Limbecker Platz ist da nix mit "das Öffnen ist freiwillig." Da herrscht per Pachtvertrag entsprechender Öffnungszwang.
Es besteht keinerlei Notwendigkeit, an verkaufsoffenen Sonntagen und völlig ausgeuferten Ladenöffnungszeiten festhalten zu wollen.
Und wenn die FDP meint "„Die Entwicklungschancen unserer Stadtteile sollten verbessert und nicht verschlechtert werden.“, dann wäre es zielführend, wenn sich die FDP aus wirtschaftlichen komplett Themen zurückzieht.
Einfach mal googlen:
FDP Lindner KfW-Bank
Auch im LP herscht kein Zwang- es wird niemand gezwungen, dort eine Laden zu mieten.
Sie merken aber schon noch, dass Sie mit Ihrer Begründung ziemlich dümmlich wirken, oder?!
nein, das ist nicht dümmlich. Wer im LP ein Ladengeschäft mietet, weiß, worauf er sich einlässt. Er bekommt eine hohe Besucherfrequenz u.a. deswegen, weil die Öffnungszeiten oder auch die Werbung einheitlich sind. Wenn ich diese einheitlichen Öffnungszeiten und Werbemaßnahmen nicht mitmachen möchte, muss ich nicht im, sondern hinter dem LP einen Laden eröffnen. Aber zu sagen, ich eröffne im LP, weil es dort so schön voll ist, an Aktionen beteilige ich mich aber nicht, das geht natürlich nicht.